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Der Golf von Mexiko ist weit weg: Die Nord- und Ostsee aber sehr nah !

Erstellt am Mittwoch 16. Juni 2010

In der Nordsee gibt es 600 Ölbohrinseln und rund 100.000 Schiffe passieren jeden Tag die Deutsche Bucht. Die Radarleitsysteme sorgen hier dafür, dass Schiffsunfälle eher unrealistisch werden.
Trotzdem gibt es ein besonders kritisches Gebiet und das ist die Helgoland-Box. Hier biegen die Schiffe, die aus dem küstenfernen und küstennahen Gebieten kommen, gleichzeitig ab – und die großen Flüsse hinein. Ein weiteres Problem ist die Transitstrecke am Skagen an der Nordspitze Dänemarks, die früher kaum benutzt wurde, weil es
günstiger war, durch den Nord-Ostsee-Kanal zu fahren. Diese Route wird von russischen Schiffen befahren, um Kosten zu sparen. Diese Schiffe tragen als Last vor allem Schweröl Die chronische Ölverschmutzung der Nordsee, von Schiffen illegal eingeleitet,
geht überwiegend auf diese Transitstrecke zurück.
An unseren Weichbodenküsten kann zwar kein Tanker zerschellen, höchstens zerbrechen. Aber durch die neuen Wind-Industrieanlagen auf See ergibt sich eine neue Gefahr. Und diese Gefahr ist in den Rechnungen des Havarie-Kommandos noch nicht berücksichtigt worden.
Das Wattenmeer ist ähnlich sensibel wie die Mangrovenwälder im Mississippi-Delta. Akut gefährdet sind die Flachwasserbereiche. Denn dort ist die Bekämpfung schwieriger, weil es keine Schiffe gibt, die hier fahren können. Unter zwei Meter Wassertiefe wird es daher unmöglich, das Öl abzusaugen.

Verband für Gesundheits- & Landschaftsschutz e.V. 09. 06. 2010
217/02/04, www.sturmlauf.de

Erstellt am Mittwoch 16. Juni 2010 um 9:57 und abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik.

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