bauratgeber24.de
Blog: Home  |  Sanierungskosten  |  Bauideen  |  Download  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung

Klimaschutz, Erneuerbare-Energien-Gesetz und Energie-Einsparverordnung

Erstellt am Dienstag 24. Juni 2014

Klimaschutz
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Energie-Einsparverordnung (EnEV)
L├╝ftungskonzept-Pflicht (DIN 1946-6)
Energiepass f├╝r Geb├Ąude
bis 50.000 Euro-Strafen bei Verfehlungen
Was kommt als N├Ąchstes?

§6 der EnEV:
„(1) Zu errichtende Geb├Ąude sind so auszuf├╝hren, dass die w├Ąrme├╝bertragende Umfassungsfl├Ąche einschlie├člich der Fugen dauerhaft luftundurchl├Ąssig entsprechend den anerkannten Regeln der Kunst abgedichtet ist. |…|
(2) Zu errichtende Geb├Ąude sind so auszuf├╝hren, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist.“

Eisb├Ąren und von Hunger, Krieg oder Untergang bedrohte V├Âlker zu retten ist erst einmal eine gute Sache - so scheint es. Wenn dem wirklich so w├Ąre. Aber was bereits eine tats├Ąchlich anthropogene Folge des Klimawandels darstellt, sind die entsprechenden Beschl├╝sse, Verordnungen, Normen und Gesetze zum Schutz des sogenannten Weltklimas, insbesondere f├╝r Deutschland, das als leuchtendes Beispiel beherzt vorangehen will.
Sicher beherzt, aber ohne Weitsicht und ausreichenden Sachverstand. Der oben vorangestellte Auszug aus der EnEV (ab 2016 weiter versch├Ąrft um 25% Energieeinsparung) spricht exemplarisch f├╝r die „Logik“ der gesamten Energie-Debatte. Hier wird versucht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Leider ist der Versuch, massiv Energie zu sparen - sprich die CO2-Verpflichtungen zu erf├╝llen bzw. ├╝berzuerf├╝llen - nicht nur sinnlos, sondern es wird ein erheblicher Schaden angerichtet. Schimmel-Wachstum in Geb├Ąuden, der zu viel ├ärger und auch zu gesundheitlichen Problemen f├╝hren kann, ist zunehmend ein Problem.

Seit geraumer Zeit ist nun klar, wer im Klagefall Schuld tr├Ągt: der Planer oder Vermieter âÇô weil er sich bem├╝ht hat (verpflichtet ist), den Forderungen der Energie-Einsparverordnung Rechnung zu tragen.

Da das Problem erkannt wurde und man aber den politisch gewollten Weg der Abkehr von fossilen Brennstoffen nicht verlassen wollte, wurde eine L├╝ftungskonzept-Pflicht nach DIN 1946-6 eingef├╝hrt. Das, was vor 1995 durch normale Undichtheiten von Fenstern, T├╝ren und der Geb├Ąudeh├╝lle insgesamt, sowie normales Fenster-L├╝ften seitens der Nutzer zu einem ausreichenden Luftaustausch gef├╝hrt hat, muss nun aufwendig durch Einbau von Fenster-Falz-L├╝ftern (freie L├╝ftung) oder durch dezentrale bzw. zentrale L├╝ftungsanlagen gew├Ąhrleistet werden.
Die DIN ist in Teilen widerspr├╝chlich formuliert und gibt dem Planer keine vollkommene Rechtssicherheit im Streitfall, insbesondere was die Mitwirkung der Nutzer bei der L├╝ftung betrifft.
Wie allerdings ohne eine der genannten l├╝ftungstechnischen Ma├čnahmen (LtM) ein Luftvolumenstrom durch Infiltration (Geb├Ąude-Leckagen, Winddruck) stattfinden soll, wenn die Geb├Ąudeh├╝lle nahezu luftdicht ausgef├╝hrt wird, bleibt schleierhaft.
Um die L├╝ftungsstufe „Reduzierte L├╝ftung“ (Anforderungen zur Hygiene und Bautenschutz bei teilweiser Abwesenheit der Nutzer) zu garantieren, ist in jedem Fall eine zus├Ątzliche Ma├čnahme erforderlich.

Die sch├Ângerechnete Energiebilanz des Geb├Ąudes bleibt hierbei allerdings unber├╝hrt. Ebenso die vermeintlichen CO2-Einspareffekte und Nachhaltigkeit, wenn man allein an die gewaltigen Mengen an Polystyrol-D├Ąmmplatten denkt, die bereits mehr als die Fl├Ąche Deutschlands bedecken k├Ânnten.
Es bleibt zu hoffen, dass sich der sogenannte anthropogene Klimawandel – Ausl├Âser des D├Ąmmwahnsinns – als das entlarvt was er ist: Ein gigantischer Irrtum.

Dr.-Ing. Volker Rachui
Dr.-Ing. Volker Rachui
Potsdam (D) 2014

«
»

Blog Altbausanierung und Energiepolitik  |  Altbausanierung  |  Sanierungskosten  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung