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Netzbetriebskosten durch Windkraftanlagen (WEA)

Erstellt von retep11 am Montag 9. August 2010

Neben den Zwangs-Vergütungszahlungen für den Strom aus Windanlagen (EEG) entstehen verdeckte Kosten durch den Betrieb dieser Anlagen . Es müssen Schattenkraftwerke für die intermittierende Einspeisung vorgehalten werden.

Der Betrieb wird sich trotz Nachrüstung der WEA auf neue Techniken zur Erlangung des System-Dienst-Leistungs-Bonus (SDL-Bonus), gemäß dem EEG von 0,5 Cent/kWh, wegen der bekannten Gründe wahrscheinlich nicht so einstellen, wie man den Strom braucht. Hierzu werden die Schattenkraftwerke verstärkt einspringen müssen. Es entstehen unnütz Transporte und damit Verluste im Netz. Die Netze müssen für extreme Einspeise-Spitzen ausgebaut werden.

Was das tatsächlich kostet, weis niemand. Vor ca. 7 Jahren hatte Dr. Tauber (E.ON) einen Wert von 2,5 Ct./kWh ermittelt. Seitdem hüten sich die Netzbetreiber zu diesem Thema konkrete Zahlen zu nennen. Klar, sie sind ja mittlerweile mit die größten Betreiber von WEA und damit auch letztlich Nutznießer des EEG.

Nun hat die Firma PSE (www.PSE.COM) im Staat Washington (USA) einen Antrag bei FERC (US-Netzagentur) gestellt, dass jede WEA pro Monat mit 2,81 USD je kW Leistung als Kostensatz zahlen soll. Wenn man einen solchen Antrag stellt, muss man die Kosten belegen. Der Wert könnte also real sein. Würde man diesen Wert bei angenommener identischer Windnutzung und gegenwärtiger Währungsparität für D übernehmen, käme man auf 26 Euro je kW und Jahr. – Achtung Dr. Tauber bezog sich auf Einspeisung, PSE bezieht sich auf
installierte (!) Leistung.

Würde man diesen Wert nun umrechnen auf die Einspeisung von 40 Mrd. kWh p.a. (wurde 2009 nicht ganz erreicht) und etwa 30 Mio. kW installierter Leistung, käme man auf einen Betrag von etwa 1,95 Ct./kWh. Das entspräche dem Wert, den Dr. Tauber ermittelt hatte.
Allerdings gibt es eine erhebliche Abweichung zwischen den Netzkosten in Deutschland und den US. Diese sind in Deutschland etwa 3x so hoch wie in den USA. Der anzusetzende Kostenwert für Deutschland müsste deshalb wesentlich über diesen abgeleiteten 1,95 Cent liegen.

Es ist also weiterhin volkswirtschaftlich richtig, dass man besser den
Windstrom nicht einspeisen würde, sondern den WEA-Betreibern, abgeleitet aus den WEA-Leistungsdaten, den EEG-Sätzen und der Windstärke, Erlöse für virtuelle Einspeisungen gewähren würde und den Strom preisgünstiger und sicherer mit konventionellen Kraftwerken erzeugen würde. Was natürlich insgesamt der blanke Wahnsinn wäre.

Im Übrigen zeigt die Aktion von PSE, wie trickreich die Netzbetreiber (die auch WEA-Betreiber sind) vorgehen. Einerseits gibt man sich den
Öko-Grünen-Anstrich durch den Besitz von WEA und Solar-Anlagen. Andererseits kassiert man für den durch WEA verursachten Netz-Mehraufwand, zwar einerseits bei sich selbst, aber hauptsächlich bei Dritten, den anderen WEA-Betreibern. Das ist übrigens der identische Ansatz bei den Deutschen großen vier Verbundnetz-Betreibern.
(Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wagner und Prof. Dr. Helmut Alt)
Quelle: Aktuelle Information zu Strom- und Windkraft-Informationen 2010 von naeb mit WEB-Seite www.naeb.info Ausgabe 2010 – 05


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