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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch PhD
Autor: Peter Rauch PhD

Baulexikon-Begriffe


  
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Holz ein idealer Baustoff

Erstellt von retep11 am Mittwoch 19. Dezember 2012

Holz ist ein idealer Baustoff. Er hat bauphysikalisch und baubiologisch g√ľnstige Eigenschaften, l√§sst sich gut verarbeiten und ist zudem auch √∂kologisch. Der Preis f√ľr fossile Rohstoffe steigt seit vielen Jahren kontinuierlich an. Hinzu kommt, dass einige dieser Werkstoffe auf dem Weltmarkt immer knapper werden. Daher r√ľcken nachwachsende Rohstoffe, wie zum Beispiel das Holz, immer st√§rker in den Blickpunkt.

Holz macht einen Gro√üteil der auf der Erde vorkommenden Biomasse aus und ist ein Bestandteil des nat√ľrlichen Stoffkreislaufes. √úber die Assimilation wird aus dem C02 aus der Luft und √ľber die Aufnahme der N√§hrstoffe aus dem Erdboden neue Holzzellen gebildet. Ist der Baum schlagreif, so werden aus ihm Holzbalken, Bretter, Furnier und aus den Restern Sp√§ne f√ľr Spanplatten oder Feuerholz f√ľr den Kamin hergestellt. Nach der Nutzung gehen die Holzwerkstoffe wieder in den nat√ľrlichen Kreislauf √ľber. Gegen√ľber anderen Baustoffen fallen keine Umweltbelastungen an. Ebenso ist die Gewinnung des Holzes relativ energiearm.

Holz besteht aus Holzzellulose, Hemizellulose und Lignin, mehr zu den chemischen Eigenschaften und zur Verwendung von Holz.

Gerade der Bestandteil Zellulose wird vielf√§ltig in der Industrie genutzt, ob als Rohstoff f√ľr die Papierherstellung oder in der Bekleidungsindustrie in Form von Viskose oder als W√§rme- und Schalld√§mmstoff.
Der Einsatz ionischer Fl√ľssigkeiten als L√∂sungsmittel zur Zelluloseverarbeitung bietet v√∂llig neue M√∂glichkeiten der chemischen Modifizierung und die vollst√§ndige Acetylierung der Zellulose ist m√∂glich. Mit dieser √Ąnderung ihrer Eigenschaften wird zum Beispiel die Herstellung von pharmazeutischen Produkten, Lebensmitteln und Baustoffen [1] mit besonderen Eigenschaften m√∂glich.
Historischer Fachwerkbau in Straßburg

Fr√ľher wurden sehr viel Holzh√§user gebaut. In Deutschland sind noch sehr viele wundersch√∂n anzusehende Fachwerkh√§user anzusehen. Ein Spaziergang in der historischen Altstadt von Quedlinburg (Welterbe) ist sehr zu empfehlen. Aber auch in Stra√üburg sind Jahrhunderte alte Fachwerkgeb√§ude zu sehen. In Bayern, √Ėsterreich bis hin zur Slowakei, Ostpolen und in den ukrainischen Karpaten findet man auch heute noch historische Holzblockbauweisen.
Bekannt ist mir, dass in Kanada, in den nordeuropäischen Ländern und in den ukrainischen Karpaten auch heute noch viele neue Blockhäuser errichtet werden.
Blogbauweise, am Zentrum von Europa in den ukrainischen Karpaten
Dominierender in Deutschland der Baustoff Ziegelstein, so ist dieser bereits seit einigen Jahren r√ľckl√§ufig. Holz verzeichnet seit 2002 Zuw√§chse und stellte im Jahr 2006 bei insgesamt 13,3 Prozent der genehmigten Wohngeb√§ude den dominierenden Baustoff dar. [2] Vielfach findet man Geb√§ude aus Holz in Kombination mit anderen Baustoffen. Zu erw√§hnen sind die Fertigh√§user aus Holz.

Neben den bereits oben genannten √∂kologischen Gesichtspunkten verf√ľgt er Baustoff Holz √ľber ein bemerkenswertes W√§rmed√§mmverm√∂gen durch die relativ kleine W√§rmeleitzahl und andererseits hat es eine relativ schwere Rohdichte und kann die W√§rme wegen der gro√üen spezifischen W√§rmespeicherkapazit√§t sehr gut speichern. Die Oberfl√§che von Holzwerkstoffen wird aber auch sehr schnell warm. (Dies kann man im Vergleich erkennen, wenn man sich im Freien auf eine Holz- oder Steinbank setzt.) Dies h√§ngt damit zusammen, da Holz einen g√ľnstigen W√§rmeeindringkoeffizient b hat, wo die W√§rme nur langsam nach innen weitergeleitet wird. Dieses sehr g√ľnstige Verhalten von Holz wirkt sich f√ľr Fu√üb√∂den und andere raumumschlie√üende Fl√§chen, wie Wand- oder Deckenverkleidung aus.
Holzfaserd√§mmstoffe wirken in puncto sommerlicher Hitzeschutz aufgrund ihrer sehr gut W√§rmespeicherverm√∂gen und der gro√üen Amplitudend√§mpfung wie ein Puffer, sodass im Geb√§udeinneren nicht all so gro√üe Temperaturschwankungen auftreten. Analog gilt dies auch f√ľr die k√ľhlere Jahreszeit. Diese Eigenschaften haben auch die Holzprodukte, ob Blogbohlen oder Schalbretter. Bereits eine Holzverschalung auf der inneren k√ľhleren Wandoberfl√§che hebt die Oberfl√§chentemperatur um 2-3 K an. Dies ist feuchtetechnisch viel bessere als eine Isoliertapete oder eine Styroporplatte, wie sie als gestalterisches Deckenelement angeboten werden.
Mit Holz kann nicht nur gestalterisch das Aussehen der Räume (Wand- oder Decken sowie Fußböden) beeinflusst werden, sondern auch ein behagliches Raumklima geschaffen werden. Viele dieser ökologischen Produkte werden zum Beispiel bei holzland angeboten.
Holzverkleidung eines Balkons im Dachgeschoss
Allerdings gibt es auch Nachteile, wenn man den konstruktiven Holzschutz vernachlässigt. Holz dient als Nahrung von Holz zerstörenden Insekten und Pilze. Holz darf keiner dauerhaften hohen Holzfeuchte ausgesetzt werden, wie zum Beispiele eine Dielung oder Spanverlegeplatte auf einen feuchten Kellerfußboden oder au einer feuchten salzbelasteten Wand. Hier sind besser anorganische Baustoffe zu verwenden, damit nicht unkontrolliert Bauschäden auftreten. Verbautes Holz sollte immer ausreichend abtrocknen können und eine Kontrolle in regelmäßigen Abständen ist zu empfehlen.

Neue Technologien, wie die in der Metallbranche bekannte Pulverbeschichtung, erm√∂glicht bei der Holzverarbeitung ganz neue Designm√∂glichkeiten f√ľr B√ľro-, K√ľchen-, Tischplatten, Schr√§nke, Badezimmerm√∂bel sowie Wand- und Deckenpaneele. Die pulverbeschichteten Oberfl√§chen sind widerstandsf√§hig und kratzfest und bieten eine hohe best√§ndig gegen Chemikalien. Das Verfahren ist umweltfreundlich, da die Pulverlacke frei von L√∂sungsmitteln und Giftstoffen sind. [3]

Im Bauwesen findet Holz aber auch in Verbindung mit anderen Baustoffen Anwendung. Dabei werden die positiven Eigenschaften der verschiedenen Baustoffe genutzt. So werden bei der Kombination von Holz und Beton die wirtschaftlichen Vorteile sowie statischen und bauphysikalischen Eigenschaften verbunden. Die Betonplatte in der Druckzone verteilt auftretende Lasten und steift die Konstruktion aus. Die Holzbalken befinden sich in der Zugzone. „Durch die Verbindung beider Tragwerke mittels Schubverbund werden Durchbiegung und Schwingung gegen null reduziert.“ [4]

Dipl.-Ing.oec., Ing. Peter Rauch PhD
19.12.2012

Quelle:
[1] Annegret Stark; „Haute Couture“ aus Zellulose, Pressemitteilung,
Institut f√ľr Technische Chemie und Umweltchemie der Friedrich-Schiller-Universit√§t Jena, 04.05.2007 idw-online.de
[2] Holz und Stahlbeton weiter auf dem Vormarsch? BauInfoConsult GmbH
19.04.2008 Baudienst.de
[3] Ramseier Woodcoat AG: Pulverbeschichtung auf Holz revolutioniert Möbeldesign
www.pressetext.com
[4] com-ing VT GmbH, Holz-Beton-Verbund auf dem Stand der Technik, 8. Mai 2008, www.ais-online.de

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Was bringt eine Fassadendämmung

Erstellt von retep11 am Mittwoch 12. Dezember 2012

Die staatlich verordnete Fassadend√§mmung bringt mehr Schaden. „Es soll den Aussto√ü von klimasch√§dlichem Kohlendioxid (CO2) vermeiden, zur Neige gehende Energiequellen schonen und die hundertprozentige Versorgung mit regenerativer Energie sichern, wenn endlich alle Fassaden in Deutschland mit „w√§rmed√§mmenden“ Sch√§umen und Gespinsten verpackt sind ‚Äď das glauben Politiker, die Gesetze wie die Energieeinsparverordnung fast im Jahresrhythmus novellieren. Kann das wirklich gelingen? Erstver√∂ffentlichung in JUNGE FREIHEIT Nr. 49/12 | 30. November 2012″ http://www.eike-klima-energie.eu
Mein Beitrag zur Wärmedämmung und die physikalischen Grundlagen zum U-Wert


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Erfolgreich die eigene Wohnung verkaufen

Erstellt von retep11 am Mittwoch 5. Dezember 2012

Wer denkt, der Verkauf einer Eigentumswohnung ist zwangsläufig einfacher als der Verkauf eines Hauses, der kann schnell eines Besseren belehrt werden. Oft entsteht der Eindruck der Verkauf einer Wohnung ist leicht, da eine Wohnung kleiner ist als ein Haus, doch auch die Veräußerung einer Wohnung kann sich als Herausforderung darstellen.
Der Verk√§ufer ver√§u√üert nicht nur eine Wohnung, sondern auch Anteile am Gemeinschaftseigentum. Wie der Name schon sagt, geh√∂ren zum Gemeinschaftseigentum alle Dinge, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigent√ľmer dienen, das k√∂nnen gemeinsame Eingangst√ľren, Treppenh√§user, aber auch Strom-, Wasser- und Gasleitungen sein. Ein potentieller Wohnungsk√§ufer kann sich z.B. gegen einen Kauf entscheiden, wenn er das Gef√ľhl hat, die Entscheidungen der Gemeinschaft k√∂nnten seinen eigenen Vorstellungen widerstreben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der beim Verkauf zu beachten ist: eine freie Wohnung ist am Markt in der Regel mehr Wert als eine vermietete Immobilie. Das liegt darin begr√ľndet, dass der Eigent√ľmer einer freien Wohnung auch frei √ľber die Nutzung entscheiden kann. Bei vermieteten Wohnungen m√ľssen demgegen√ľber auch die Rechte des Mieters ber√ľcksichtig werden.
Aus Sicht des Verk√§ufers stellt sich vor dem Vermarktungsprozess die wichtige Frage: zu welchem Preis, kann ich die Wohnung verkaufen? Hier bietet es sich an, die Quadratmeterpreise f√ľr Eigentumswohnungen in gleichen oder √§hnlichen Lagen zu analysieren. Grunds√§tzlich gibt es neben der Lage und dem Zustand der Immobilie noch einige weitere wichtige Faktoren, die bei der Preisbildung zu beachten sind. Das betrifft das Baujahr: handelt es sich um einen Altbau oder Neubauwohnung? In welcher Etage liegt die Wohnung? Erdgeschosswohnungen sind oft g√ľnstiger zu erwerben. Hat die Wohnung einen Balkon oder einen eigenen Zugang zum Garten? Wie gro√ü ist die Immobilie und wie viele Zimmer hat die Wohnung? Diese Merkmale und vor allem die Lageeinsch√§tzung sind entscheidend bei der Festlegung des Angebotspreises.
In den meisten F√§llen ist es deshalb empfehlenswert die Wohnung vor dem Verkauf von einem fachkundigen Experten einsch√§tzen zu lassen. Ortans√§ssige Immobilienmakler und Sachverst√§ndige haben oftmals einen besseren √úberblick √ľber die Marktentwicklungen und die zu erzielbaren Immobilienpreise.

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Feuchte und biologische Bauschäden an massiven Baukonstruktionen

Erstellt von retep11 am Samstag 17. November 2012

1. Die Entstehung chemischer und biologischer Bausch√§den erfordern immer eine bestimmte Feuchte und ein ausreichendes Angebot geeigneter N√§hrstoffe. Diese Feuchtigkeit kann von au√üen eindringen, wie Niederschlag und Bodenfeuchte, vom Abbindeprozess der Bindemittel stammen, welche nicht ausreichend abgef√ľhrt wird, oder es liegt eine hohe Gleichgewichtsfeuchte vor, die der Baustoff mit seiner umgebenden Luftfeuchte eingeht. Das N√§hrstoffangebot stammt vom Baustoff selbst, welcher aus organischen Verbindungen besteht, durch Verschmutzungen, wie Staubablagerungen, W√§sser u. a. oder durch angrenzende bzw. gelagerte organische Materialien.

Schimmel im Bad

2. Das Vorkommen bestimmter biologischer Schadensorganismen ist abhängig von der Art des Baustoffs und dessen feuchteabhängigen Zustandes im Baukörper.

3. Ausreichend starkes massives Mauerwerk speichert gen√ľgend W√§rme, z. B. durch solare W√§rme, sodass es an der Bauteiloberfl√§che in den Morgenstunden nicht bzw. nur zur geringen Tauwasserbildung kommt. Bei konstruktiv guter Gestaltung k√∂nnen diese ungehindert durch die umgebende Luft abtrocknen. Damit ist eine st√§ndige ausreichende Abtrocknung m√∂glich. Dies ist gerade bei freistehenden unbeheizten Bauteilen wichtig.

4. Massive Baustoffe haben durch Ihr Volumen gute feuchteregulierende Eigenschaften, die sich durch Adsorption, Diffusion und bei hoher Feuchte durch kapillare Leitf√§higkeit auszeichnet. Diese Eigenschaften werden durch die Struktur der Baustoffe bestimmte. F√ľr eine gute Feuchteregulierung sind Baustoffe g√ľnstig, die auf ein Mikroporensystem beruhen.

5. Die gegenwärtigen Untersuchungen der Schimmelpilzbildung beruhen vorwiegend auf der Ursuche hoher Luftfeuchten im Gebäude, die in Wechselwirkung mit den Bauteiloberflächen stehen. Daraus werden die entsprechenden Handlungen bzw. Sanierungskonzepte abgeleitet, wie Reduzierung der Luftfeuchte, fungizidhemmende Beschichtungen oder eine nachträgliche Wärmedämmung.

6. Gerade biologische Bausch√§den treten in Kombination verschiedener Bedingungen auf. Dabei stellt die Heizungsart eine wichtige Rolle f√ľr die Vermeidung gro√üer Konzentrationen an Mikroorganismen in den Geb√§uden. Bei einer Konvektionsheizung werden die Wandoberfl√§chen nur ungleichm√§√üig erw√§rmt, sodass gerade im unteren Wandabschnitt h√∂here Feuchten an der Wandoberfl√§che vorliegen. Dagegen bewirkt der Betrieb eine Strahlenheizung eine gleichm√§√üigere Temperaturverteilung an der Wandoberfl√§che, die etwas h√∂her als die Temperatur der Raumluft ist. Damit kommt es an frei zug√§nglichen Wandabschnitten zu keiner Erh√∂hung der Luftfeuchte.

7. Leichtbaukonstruktionen erf√ľllen aufgrund der geringen W√§rmespeicherf√§higkeit der raumumschlie√üenden Baustoffe und ihrer mittelfristigen Feuchteregulierung diese Eigenschaften weniger gut. Damit k√∂nnen auch nicht die g√ľnstigeren wohnhygienischen Eigenschaften des massiven Bauk√∂rpers erreicht werden.

Weitere Informationen zu Schimmelpilze oder Ausk√ľhlzeit massiver Konstruktionen.

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Kamine und Kaminofen

Erstellt von retep11 am Mittwoch 14. November 2012

Ein Kamin dient zur Beheizung eines Raumes. Als Heizmaterial wird vorwiegend Brennholz oder Torf verwendet, welches bei geringer Geschwindigkeit abbrennt. Der Feuerraum besteht aus nicht brennbaren Baustoffen, wie feuerfeste Steine oder aber auch aus Gusseisenplatten. Der Rauch wird √ľber einen Schornstein nach au√üen abgef√ľhrt.
Kaminofen
Die Kamine k√∂nnen aber auch mit einem Rost und eine Rauchklappe und T√ľren zum Verschlie√üen des Feuerraums ausgestattet sein. Kamin waren fr√ľher fest in das Mauerwerk eingebaut und waren in die Geb√§ude- bzw. Raumstruktur integriert. Die Ausf√ľhrung der Kamine reicht von einer einfachen Ausf√ľhrung aus Natur- oder Kunststeinen bis zu einer kunstvollen Ausf√ľhrung. Aber auch ein Kaminbesteck sollte bei keinem Kamin fehlen. Neben der Funktion gibt es dem Kamin ein wirkungsvolles erg√§nzendes Aussehen.

Kamin√∂fen sind in der Regel transportabel und werden im Raum aufgestellt. Die Abgrenzung gegen√ľber dem Kamin ist flie√üend. So stellt ein Kachelofen mit Glast√ľr, welcher an eine Wand angebunden ist, einen Grenzfall dar.

Die Kamin√∂fen dienen in erster Linie zur Raumbeheizung, aber auch zum Warmhalten von Speisen oder auch zum Kochen. Diese √Ėfen bestehen aus Stahlblech oder Kacheln und bed√ľrfen einer zus√§tzlichen Auskleidung, z. B. aus Schamottesteinen. Neuere Ausf√ľhrungen werden aus w√§rmespeichernden Materialien, wie Specksteine hergestellt.
Der Vorteil besteht hier, dass der Speckstein des Ofens die W√§rme aufnimmt und √ľber einen l√§ngeren Zeitraum die W√§rme wieder an die Umgebung abgegeben wird. Je nach Bauart ist bei solchen Kamin√∂fen eine Beheizung nach 6 bis 24 Std. erforderlich, da die W√§rme so lange gespeichert wird. Durch entsprechende zus√§tzliche Konstruktion, wie W√§rmetauscher lassen sich gleichzeitig auch angrenzende R√§ume mit beheizen.

Der klare Vorteil eines Kamins ist die Strahlungswärme. Diese Wärmestrahlung erwärmt alle Bauteile und Einrichtungsgegenstände gleichmäßig, sodass hier nur in seltenen Fällen zur Tauwasserbildung an den unteren Bauteilen kommt. Ein Problem, welches bei den neuen Konvektionsheizungen auftritt, wenn der Standort der Heizkörper ungeeignet ist.
In Deutschland werden die modernen Kamin√∂fen mit Brennholz (getrocknetes Laubholz), Holzbriketts, Holzpellets oder auch mit Ethanol beheizt. F√ľr das Design der R√§ume und wenn kein Schornsteinanschluss vorhanden ist, k√∂nnen auch elegante Elektrokamine aufgestellt werden. Der besondere Reiz sind die w√§rmende Strahlungsw√§rme und das Flammenspiel.
In Deutschland sind bei wasserf√ľhrenden Kamin√∂fen Mindestwirkungsgrade von 60 % in den verschiedenen Normen festgelegt. F√ľr die nicht wasserf√ľhrenden Kamin√∂fen gelten diese Anforderungen nicht. Durch eine entsprechende Regeltechnik lassen sich bessere Wirkungsgrade bei gleichzeitiger Minderung der Feinstaubbelastung erreichen. Technisch sind jedoch Grenzen gesetzt. Zum Vergleich entspricht die zu erzielende W√§rmeenergie von 1 Raummeter (ca. 500 kg) Laubholz ca. 210 l Heiz√∂l EL oder 200 m¬≥ Erdgas.

In Deutschland hat der Kamin √ľberwiegend die Funktion als Gestaltungselement der Wohnr√§ume und dient nur noch in wenigen F√§llen zur Beheizung der Wohnr√§ume. Bisher waren Stromabschaltungen in Deutschland eher eine Ausnahme. Mit der Energiewende wird sich auf die Erzeugung des Stroms durch Wind- und Solarenergie orientiert. Diese stehen aber nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort gleichm√§√üig zur Verf√ľgung, sodass ein hoher technischer Aufwand erforder-lich ist, um die Versorgungssicherheit zu gew√§hrleisten. Je h√∂her der Anteil des „√Ėkostroms“ wird, um so unsicherer wird die Versorgung. Bisher konnten komplette Netzabschaltungen bis auf wenige regionale Ausnahmen vermieden werden. Alle modernen Heizanlagen ben√∂tigen f√ľr ihre Funktion eine elektronische Steuereinrichtung. F√§llt der Strom aus, so f√§llt auch die Heizung aus. In diesem Fall sind alle die gl√ľcklich, die eine zus√§tzliche stromunabh√§ngige Heizung haben, wie zum Beispiel einen Kamin oder einen Kaminofen. Die m√ľssen dann nicht frierend zuhause sitzen.
Die Kamine k√∂nnen aber auch eine weitere n√ľtzliche und wirtschaftliche Funktion √ľbernehmen. Gerade an k√ľhleren Tagen in der √úbergangszeit und im Sommer lohnt es sich nicht immer, die Zentralheizung einzuschalten, da meistens nur ein oder zwei R√§ume etwas W√§rme ben√∂tigen. Mit dem Kamin kann man sich am Abend gem√ľtlich machen.

Wir selbst wohnen teilweise in den ukrainischen Karpaten. Nicht in allen Orten ist ein Gasanschluss vorhanden, sodass die H√§user auch mit Berliner Kachel√∂fen, dem typischen K√ľchenofen mit Backr√∂hre oder mit modernen Kamin√∂fen beheizt werden. Das Brennmaterial ist trockenes abgelagertes Buchenholz. Auch hier werden sehr sch√∂ne Kamin√∂fen mit automatischer Reglung angeboten, sodass ein Nachlegen des Brennstoffs erst nach 6 bis 8 Stunden erforderlich ist.

Weitere Informationen zur zu Feuerstelle und Holzpellet-Ofen. Unterschätzte Gesundheitsgefahr durch Holzrauch

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Warum ist eine Baureinigung wichtig?

Erstellt von retep11 am Sonntag 4. November 2012

Während der Bauphase aber auch bei der Altbausanierung entstehen sehr viel Staub und Schmutz. Gerade wenn bei der Altbausanierung der Putz oder die alte Elektroleitung ausgetauscht wird. Erfolgt zum Beispiel der Austausch der alten Elektroleitung im bewohnten Zustand, so ist gerade von den Handwerkern ein behutsames Vorgehen erforderlich, damit die Staubbelastung nicht in extreme Situation ausartet. Diese Situation kommt vor, wenn mehre Wohnungen leer sind und die Altmieter in der Wohnung verbleiben wollen.
Sauber machen
Auf die Mieter kommt ohnehin schon eine hohe Belastung zu, da sie die M√∂bel zusammenrutschen oder auch umr√§u-men m√ľssen. Dazu m√ľssen sie √ľber mehrere Tage ‚Äěim Dreck wohnen‚Äú. Hier ist einmal die Staubbelastung zu reduzie-ren, in dem man entsprechendes Werkzeug verwendet und eine optimale Verlegung der neuen Elektroleitungen plant. Trotzdem gibt es neben der L√§rmbel√§stigung immer noch viel Staub. W√§hrend dieses Bauprozesses ist es sehr sinn voll, wenn Baureinigungsprofis in diesen Prozess einbezogen werden. Gerade in Leipzig wurden vor 10-15 Jahren viele dieser Sanierungsma√ünahmen im bewohnten Zustand durchgef√ľhrt. Wurden diese Ma√ünahmen von der Bauleitung gut geplant und organisiert, so waren die Belastungen f√ľr die Mieter in diesen Objekten der Baugenossenschaften doch etwas geringer.

Beim Neubau eines Wohn- oder B√ľrohauses wird neben dem Staub aber auch technologisch bedingt viel Feuchte in das Geb√§ude eingebraucht. Die Abbindeprozesse der Baustoffe, wie Gips, Kalkm√∂rtel oder Beton ben√∂tigen Wasser, wel-ches in den n√§chsten 2-3 Jahren an die Raumluft wieder abgegeben wird. Dann kommt auch noch die Feuchte von den Malerarbeiten hinzu. Das Problem w√§hrend dieser Zeit, vor allem im ersten Jahr, ist die hohe Gefahr einer Schimmelpilzbildung . Diese befinden sich nicht nur an einer kalten feuchten Au√üenwand, sondern vermehrt auch in der Luft √ľber das ganze Jahr. Neben einer hohen Feuchte und einer Temperatur um oder √ľber 20¬įC ben√∂tigen die Mikroorganismen Staub, um sich in der Raumluft zu verbreiten. Sie haften sich an den Staub an und werden so verbreitet. Neben der schnellen Reduzierung der Luftfeuchte ist also eine m√∂glichste gr√ľndliche Reinigung der neuen Geb√§ude auch bereits w√§hrend der Herstellung und Fertigstel-lung einzelner Geb√§udeabschnitte erforderlich, damit von vornherein eine m√∂glichst geringer Staubelastung vorliegt. Eine Reduzierung der Staubbelastung ist aber auch in der Folgezeit wichtig. Nicht nur aus optischer, sondern auch aus hygienischer Sicht.
Das Berliner Kammergericht entschied, dass auch wiederholte Schimmelpilzbildung nicht zu einem Mietmangel f√ľhrt, solange keine erh√∂hte Schimmelkonzentration in der Luft oder keine erh√∂hte Raumluftfeuchtigkeit nachgewiesen wer-den kann.“ [1] In diesem Fall ging es um toxische Schimmelpilze bei Einbaum√∂bel, die selbst nicht mitvermietet wur-den. Auch aus diesem Urteil wird ersichtlich, dass eine gr√ľndliche fachgerechte Baureinigung im Einzugsbereich Hamburg, wie es zum Beispiel durch die Firma Holzapfel Geb√§udereinigung mit ihrer baubegleitenden Reinigung und Bauschlussreinigung anbietet und durchf√ľhrt, nicht nur eine optische Sache ist, sondern auch m√∂gliche Probleme in der Folgezeit beseitigt.

Quelle:
Schimmel im B√ľro ist nicht automatisch ein Mietmangel, Wir 10/2012, S.31

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Balkone

Erstellt von retep11 am Samstag 20. Oktober 2012

Balkone bilden bei Mehrfamilienh√§usern einen Ersatz f√ľr den Garten oder eine Wirtschaftsfl√§che. Die Balkons sollten daher die Mindesttiefe von 1,00 m und eine Breite von 2,00 m nicht unterschreiten, da sonst eine zweckm√§√üige Nutzung kaum m√∂glich ist.

Balkon im Dachgeschoss
Von diesem Balkon im Dachgeschoss hat man eine schöne Aussicht

Die Balkons k√∂nnen bei Wohngeb√§uden als Einzelbalkons oder als Balkonband ausgebildet werden. Neben einer architektonischen Gestaltung der Geb√§ude haben diese in erster Linie eine Funktion zu erf√ľllen. Balkons vor K√ľchen dienen als zus√§tzliche Wirtschaftsfl√§che zum Abstellen von Ger√§ten und zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Hier sollte die Balkonumfassung geschlossen sein.
Balkone vor Schlafr√§umen dienen zur L√ľftung und Trocknung von Kleidung oder Bettw√§sche. Wegen der gew√ľnschten Durchl√ľftung sind die Balkonumfassungen offen zu lassen.

Spielt bei den oben genannten Balkons die Himmelsrichtung keine Rolle, so sollten die Balkons vor dem Wohnzimmer eine s√ľdliche Ausrichtung haben. Diese Balkons dienen vornehmlich der Erholung. Die Balkonumfassung sollte einen gewissen Sichtschutz haben. Die Ausf√ľhrungen der Balkongel√§nder k√∂nnen aufgelockert sein. Es gibt verschiedene Ausf√ľhrungen, siehe zum Beispiel bei www.balkongelaender-direkt.de. Wichtig bei den Balkongel√§ndern ist die H√∂he, die > 90 cm sein muss. Bei Hochh√§usern √ľber 22 m ist wegen des Schwindelgef√ľhls eine H√∂he von > 1,20 m einzuhalten . Die Verstrebung ist so auszuf√ľhren, dass diese nicht von Kindern bestiegen werden k√∂nnen, es darf kein „Treppeneffekt bzw. Leitereffekt“ entstehen.

Neben dem Wohnbalkon gibt es Fluchtbalkons, diese sieht man zum Beispiel beim Dachgeschoss an der Stra√üenseite, wenn die Fenster der Dachwohnung zur√ľckgesetzt und durch die Feuerwehr nicht erreichbar sind. Daneben gibt es Umg√§nge bei B√ľro- und Industriegeb√§ude, die zur Fassadenpflege dienen. Da diese nur durch Erwachsene benutzt werden, k√∂nnen die ihre Gel√§nder weiter und luftige ausgef√ľhrt werden.
Bereits bei der Konstruktion des Balkons ist eine richtige dauerhafte Befestigung der massiven Br√ľstung oder der Balkongel√§nder zu planen. Eine Befestigung der St√§be auf der Balkonoberseite ist wegen der Isolierschicht handwerklich kompliziert und daher teuer. Einfacher ist die Befestigung an der Balkonvorderseite. Hier werden bereits beim Betonieren Stahlplatten eingelegt, die sp√§ter zum Anschwei√üen der Gel√§nderst√§be dienen. Hier zwei Beispiele mit senkrechten St√§ben zwischen zwei Flachst√§hlen gefasst und waagerechte Holzschalbretter.
Balkon mit waagerechten Holzschalbrettern
Balkongeländer mit senkrechten Stäben

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Energiewende eine Ablösung der konventionellen Energieversorgung

Erstellt von retep11 am Donnerstag 4. Oktober 2012

Viele verstehen unter Energiewende eine Ablösung der konventionellen Energieversorgung, wie z. B. Kohle oder Kernenergie, durch Wind- und Solaranlage.
Es soll die Umwelt und die Landschaft geschont werden. Die Umstellung geht ganz einfach und die Energieversorgung ist gesichert, so die Politik. Bei den Entscheidungen waren nur keine Energieexperten geladen. Wie die Energiewende wirklich aussieht und welche enormen technischen und finanziellen Mittel erforderlich sind, zeigt der Vortrag am 2.10.2012 von Prof. Dr. Helmut Alt mit vielen Fakten und Zahlen
Energiewende (pdf).

Nach der Zerst√∂rung der Landschaft durch Windr√§der kommt die Zerst√∂rung des historischen Stadtbildes durch „Abriss und Neubau“. Die Politik zur Vermeidung des CO2 hat in Deutschland bereits mit seiner ungeheuerlichen Zerst√∂rung der historischen Baukonstruktion begonnen. Unser erreichter Lebensstandard und die damit verbundene h√∂here Lebenserwartung durch eine bessere Gesundheit ben√∂tigen preiswerte Energien, diese steigen immer mehr an und sind bereits f√ľr Teile der Bev√∂lkerung ein Luxusgut.
Meine Beobachtungen bei Gutachten zeigen, dass gerade bei Familien mit normalen oder niedrigen Einkommen vermehrt Schimmelpilze vorhanden sind und somit gesundheitliche Probleme auftreten. Die wesentliche Ursache sind abgestellte Heizungen wegen der hohen Heizkosten. Wenn es bereits im Zimmer k√ľhl ist, dann wird auch weniger kalte Luft hereingel√ľftet. In einem Artikel wird die Wichtigkeit des
richtigen L√ľftens erkl√§rt.
Ein Beitrag im Stern verweist darauf hin, dass Geringverdiener in Deutschland fr√ľher sterben.. Sicherlich ist neben vielen anderen Gr√ľnden auch das oben genannte schlechtere Raumklima verantwortlich, dass die Lebenserwartung zur√ľckgeht.

Die 2+1 Cent Garantie – Jede kWh ist mind. 2 Cent g√ľnstiger als der aktuelle allg. Tarif des √∂rtlichen Grundversorgers. Zus√§tzlich gibt es 1 weiteren Cent pro kWh in den ersten 12 Monaten.DISCOUNTER-STROM – knallhart kalkuliert!

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Fassadenbegr√ľnung

Erstellt von retep11 am Freitag 28. September 2012

Dieser Artikel wurde √ľber 15 Jahren im Leipziger Bauf√ľhrer 1994 Seite 104 ver√∂ffentlicht. Er ist auch heute noch aktuell.

Vor vielen Jahren konnte man in unseren Stra√üen √∂fter noch gr√ľne Fassaden sehen. Zwischenzeitlich wurden es aber immer weniger. Heute hat die Begr√ľnung der Fassaden und der Dachfl√§chen eine neue Bedeutung erlangt.

W√§nde, mit Ausnahme der Nordw√§nde, werden im jahreszeitlichen Besonnungsrhythmus bestrahlt und erw√§rmt. Sie bieten eine ideale Bewuchsfl√§che und wirken sich g√ľnstig auf das Klima der Hausumgebung aus. Sie verbessern Eigenschaften wie W√§rmed√§mmung, Wind- und Regenschutz, K√ľhlung, Luftverbesserung und Schallabsorption. Fassadenbegr√ľnung ist eine M√∂glichkeit, ohne gr√∂√üeren Fl√§chenbedarf die Vegetation zu vermehren.

Fassaden k√∂nnen direkt oder √ľber ein Rankenger√ľst bewachsen werden. Es bildet sich ein Luftpolster zwischen Blattwerk und Hauswand, das den W√§rmetransport von der Wand zur Au√üenluft verringert. Eine Luftschicht von 5cm entspricht z.B. in ihrer W√§rmed√§mmung etwa einer Doppelglasscheibe mit K=2,9W/m2K und f√ľhrt bei den hier √ľblichen K-Werten der Hausw√§nde zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfes von etwa 1/3.

Durch verschiedene Anordnungen, wie Unterteilung in Kammern, kann eine bestimmte Schutzwirkung erreicht werden, wie Windschutz oder Schutz vor Schlagregen. R. Doernach f√ľhrt Beispiele an, wo nachweislich √ľber 70 Jahre der Putz durch Bewuchs nicht gesch√§digt sondern gesch√ľtzt wurde. Vor der Begr√ľnung sollte die gew√ľnschte Nutzung, Lage, Orientierung sowie die Wirkung von Wind, Regen und Sonnenstrahlung ber√ľcksichtigt werden.

Ebenso ist die Berankungsart, die Unterkonstruktion, Befestigung und Fassadenoberfl√§che sorgf√§ltig auszuw√§hlen. Es gibt verschiedene M√∂glichkeiten der Bepflanzung, wie selbst√§ndige Wurzelkletterer, Ger√ľstranker, Spalierbewuchs, Heckenw√§nde und h√§ngender Bewuchs.

Da die meisten Blattwerfer sind, sollte auf eine dichte Verflechtung der Triebe geachtet werden, um auch im Winter ausreichenden Klimaschutz zu erhalten. Das Holz der Spalierwand sollte mit nat√ľrlichen Holzschutzmitteln (Holzteer, Holz√∂l oder Soda) impr√§gniert werden. Zu beachten ist noch, da√ü f√ľr jede Wandseite eine bestimmte Bewuchsart auszuw√§hlen ist.

S√ľdseite:
Blattwerfender Bewuchs, um die Gebäudeerwärmung durch die Wintersonne zu ermöglichen.
Westseite:
Immergr√ľner, selbstkletternder Bewuchs als dichter Teppich, mit Abstand vor der Fassade zur Durchl√ľftung, gut verflechtend, um auch im Winterhalbjahr einen dichten Schutz zu erhalten.
Ostseite:
Bei gesch√ľtzter und auch im Winter verschattungsfreier Lage eine √§hnliche Nutzbepflanzung wie an der S√ľdwand;
Nordseite:
immergr√ľne, selbstkletternde Arten mit dichter Ger√ľstberankung sowie tiefe Heckenw√§nde, um ein gutes Wind- und W√§rmeschutzpolster zu erhalten.

Fassadenpflanzen

Hinter einer begr√ľnten Fassade bleiben die Zimmer im Sommer angenehm k√ľhl Kletterpflanzen halten Regen ab und sch√ľtzen die Fassade vor Witterungseinfl√ľssen Pflanzen an der Wand verringern im Winter die Abk√ľhlung des Geb√§udes

Es gibt weit √ľber 50 verschiedene Pflanzen, wie Zierpflanzen, Nutzpflanzen und einj√§hrige Kulturen (siehe Literatur √∂kologisches Bauen).

Durch begr√ľnte D√§cher k√∂nnte nahezu fl√§chengleich die verbaute Vegetationsfl√§che ersetzt werden. Die Vorteile liegen in der Klimaverbesserung, Wasserspeicherung, Luftverbesserung, Schallabsorption, erh√∂htem Biotopwert und Erholungswert. Gegen√ľber einem nackten Dach erh√∂ht sich der Dachschutz, der W√§rmeverlust wird bis zu 10% verringert. Es kann das Regenwasser zur√ľckgehalten und so der Wasserhaushalt verbessert sowie die Luftverschmutzung bis zu 20% bei gleichzeitiger Sauerstoffabgabe gesenkt werden.

F√ľr eine Dachbegr√ľnung eignen sich am besten Flachd√§cher aber auch geneigte D√§cher lassen sich ohne Problem bepflanzen. Anspruchslosere, niedere Vegetationen erf√ľllen gesamt √∂kologisch den gleichen Zweck und bed√ľrfen keiner weiteren aufwendigen Bauma√ünahmen. Nat√ľrlich mu√ü die Dachhaut v√∂llig dicht

Kletterpflanzen halten Regen ab und sch√ľtzen die Fassade vor Witterungseinfl√ľssensein und vor eindringenden Wurzeln gesch√ľtzt sein. Im Rahmen der statischen M√∂glichkeiten lassen sich durchaus d√ľnne Erdschichten oder Grasboden von ca. 5cm auf bestehende D√§cher aufbringen. Dort wo eine Kiesschicht aufgebracht wurde, mu√ü diese lediglich etwas abgetragen und durch eine entsprechende Erdschicht ersetzt werden. Ob nun Natur-, Moos-, Heide-, Steppen-, Wiesen- oder Sumpfd√§cher gestaltet werden, liegt an den √∂rtlichen Gegebenheiten, den konstruktiven Voraussetzungen und den W√ľnschen. Neben dem Einfachaufbau und dem Mehrschichtenaufbau gibt es die Begr√ľnung „umgekehrter“ D√§cher. Auch die nachtr√§gliche Begr√ľnung ist m√∂glich, bedarf aber einer konstruktiven und statischen Beurteilung, da die Dachlast nur um max. 30% bei Flachd√§chern nur ca. 10% erh√∂ht wird, k√∂nnen die Dachsparren durch Sch√§den in i hrer Festigkeit eingeschr√§nkt sein.

Die Dachbegr√ľnung hat gerade im Gewerbebau eine wichtige Rolle und mu√ü Bestandteil der ganzheitlichen Planungsaufgabe werden. Gerade in geplanten Gewerbegebieten wird sich das sp√ľrbar auf das Mikroklima auswirken. Hier sind z.B. die Grundwasserver√§nderung durch die versiegelten Fl√§chen zu verzeichnen. Die erh√∂hte Abstrahlung der Wandfl√§chen f√ľhrt zu einer Temperaturerh√∂hung der Umgebung u.a.

Auch lassen sich Bauelemente f√ľr die Nutzung alternativer Energien optisch in ein umweltvertr√§gliches Bauobjekt integrieren. Sowohl f√ľr den privaten Bauherren aber vor allem f√ľr den Unternehmer bedeutet ein umweltvertr√§gliches Bauobjekt eine Wertsteigerung. Es wird immer einen Mittelweg zwischen Nutzung – Energie – Umfeld Wohlbefinden geben.

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Schwitzwasser durch richtige Heizung vermeiden

Erstellt von retep11 am Freitag 28. September 2012

Gerade bei sehr starken Wandkonstruktionen und Natursteinw√§nden mit einem gro√üen W√§rmespeicherverm√∂gen besteht eine hohe Tauwassergef√§hrdung. Technisch l√§sst sich dies nur √ľber eine ausreichende Temperierung der Wandoberfl√§chen mit Hilfe von Strahlungsheizung verhindern. Erfolgte fr√ľher die Heizung der R√§ume mit einem Ofen, welcher √ľberwiegende Strahlungsw√§rme abgibt, so sind jetzt viele Konvektionsheizungen im Einsatz. Im nachfolgenden Schema wird der wesentliche Unterschied dargestellt. Erfolgt die W√§rme√ľbertragung bei einer Konvektionsheizung √ľber eine Luftwalze, so erfolgt diese bei einer Strahlungsheizung √ľber die W√§rmestrahlung. Bei gleicher Behaglichkeit liegt die Raumtemperatur bei einer Strahlungsheizung niedriger.

Konvektions- und Strahlungsheizung

Es gibt aber noch weitere positive Aspekte bei einer Strahlungsheizung. Auf diese soll hier eingegangen werden. Durch die gleichm√§√üige Ausbreitung der W√§rmestrahlung haben alle Bauteiloberfl√§chen eine ann√§hernd gleiche Oberfl√§chentemperatur, abh√§ngig vom Strahlungswinkel und der Zug√§nglichkeit, z. B. M√∂bel verhindern die gleichm√§√üige Verteilung der Strahlung. Daher ist der Standort der Strahlungsheizung sehr wichtig. Das Gleiche gilt aber auch f√ľr eine Konvektionsheizung.
In einem verwinkelten Zimmer und der falschen Anordnung der Heizkörper werden einige Wandoberflächen nicht ausreichend temperiert und es kommt zu Tauwasseranfall.

Schimmel in Zimmer wegen falscher Heizkörperanordnung

Die einfachste M√∂glichkeit zur Vermeidung von Tauwasseranfall oder einer Durchfeuchtung gerade des unteren Au√üenmauerwerkes ist die Temperierung mit einer Strahlungsheizung in Form einer Randleistenheizung. Mit dieser Heizung wird die Temperatur der unteren k√ľhleren Luftschicht angehoben und die relative Luftfeuchte sinkt. Durch das Feuchtegleichgewicht zwischen Luft und Mauerwerk kommt es zur Entfeuchtung des Mauerwerkes. Die Schimmelpilzgef√§hrdung sinkt. Ebenso steigt die Temperatur des angrenzenden Wandabschnittes und somit auch am Balkenkopf bei √§lteren Wohngeb√§uden. Die Gefahr m√∂glicher Feuchtesch√§den an der Holzkonstruktion wird reduziert.

Ein sehr effektives Heizungssystem ist die Fu√übodenheizung. Durch die gro√üe Strahlungsfl√§che k√∂nnen auch gro√üe R√§ume energetisch optimal beheizt werden. Bei diesem System treten kaum Temperaturunterschiede an der Konstruktion auf. Eine Tauwasserbildung wird vermieden. Bei √§lteren Bauerh√§usern, wo aufgrund der Wandkonstruktion fr√ľher viel Feuchte im unteren Wandabschnitt vorlag, erfolgt eine recht gute Abtrocknung und es kann ein behagliches Raumklima erreicht werden. Neben der elektrischen Fu√übodenheizung, es wird eine Heizfolie in den Fu√übodenaufbau eingelegt, gibt es die Warmwasserheizungen. Es werden Wasserschl√§uche in Schlaufenform im Estrichboden verlegt. Es gibt hier auch superflache Fu√üboden-Heizsysteme mit einer Schichth√∂he von gerade 10 mm, die f√ľr die Altbausanierung und den Neubau entwickelt wurden und eine kurze Aufheizzeit haben.

Unabh√§ngig vom Heizsystem ist die richtige Regulierung der gleichm√§√üigen Raumtemperatur durch die entsprechenden Regeleinrichtungen von Bedeutung. So kann effektiv W√§rmeenergie gespart, die gleichm√§√üige Behaglichkeit und Tauwasserbildung mit einer unangenehmen Schimmelbildung vermieden werden. Bei R√§umen, wie B√§der ist es sehr angenehm, wenn zu bestimmten Zeiten die Raumtemperatur automatisch etwas angehoben wird. Aber auch viele der √§lteren Heizanlagen erf√ľllen die heutigen Anspr√ľche bei entsprechender Nachr√ľstung und Modernisierung der Heizanlage.

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