Bauratgeber24

Bauratgeber  |  Baustoffe  |  Immobilien  |  Baukonstruktion  |  Impressum  |  Baupreise - Bücher  |  Datenschutzerklärung

Baukosten beim Neubau

Die eigene Immobilie ist für viele Menschen ein Lebenstraum. Doch dieser Traum ist teuer und die Durchführung kompliziert und langwierig. Gerade Menschen, die ein individuelles Haus bauen und nicht auf ein Fertighaus zurückgreifen, unterschätzen die Kosten oft, was dramatische Auswirkungen haben kann. Daher heißt es beim Hausbau, schon in der Planungsphase extrem genau vorzugehen und nach Möglichkeit jedes Risiko einzukalkulieren. Es kann natürlich nicht für jeden Notfall geplant werden, doch die auflaufenden Kosten sollten realistisch geschätzt und nicht positiv beschönigt werden. Im Internet können potenzielle Bauherren ganz einfach alle Baukosten beim Neubau berechnen lassen und so unangenehme Überraschungen vermeiden. Dann steht dem Traum vom individuellen Eigenheim auch nichts im Wege, denn der Hausbau mag komplex sein, mit der richtigen Planung ist er jedoch kein Problem.

Mit diesen Kosten müssen Bauherren rechnen

Die reinen Baukosten sind natürlich die erste Kennziffer, welche beachtet werden muss. Doch diese Kosten sind tatsächlich erst der Anfang, die Neben- und Folgekosten können ein Projekt schnell sehr viel teurer werden lassen als in der ersten Planungsphase vorgesehen. Zunächst einmal muss die Finanzierung bedacht werden, denn die meisten Menschen können sich eine Immobilie nicht auf einen Schlag leisten, sondern sind auf Fremdkapital angewiesen, also in den meisten Fällen auf Banken. Besonders wichtig ist es hier, die Zinsen so beachten. Nicht nur die Zinsbindung - also wie lange die Zinsen in der ursprünglich vereinbarten Höhe bestehen bleiben - sondern auch die Zinsen selbst müssen verglichen werden. Denn durch die lange Laufzeit und die Höhe der Finanzierung machen schon kleine Unterschiede in der Verzinsung oft mehrere tausend Euro Unterschied aus. Ebenfalls von höchster Wichtigkeit ist es, dass die monatlich abzuzahlende Rate realistisch kalkuliert wird, sodass diese im Notfall auch für einige Zeit von nur einem Gehalt bezahlt werden kann, so denn normalerweise zwei Gehälter zur Verfügung stehen.

Ein Grundstück kaufen

Wer einen Neubau plant, braucht zudem natürlich ein eigenes Grundstück. Auch wenn die Grundstückspreise in den letzten Jahren nicht ganz so extrem gestiegen sind wie die Immobilienpreise, so ist es dennoch eine große Investition. Vor allem die Suche nach einem geeigneten Grundstück kann bereits viel zeit in Anspruch nehmen. Ein Grundstück kann entweder einzeln erworben werden oder zusammen mit einem Haus. Dies ist vor allem eine Kostenfrage, denn wer ein Grundstück einzeln kauft und danach zum Beispiel ein Fertighaus drauf bauen lässt, zahlt ausschließlich auf das Grundstück die Grunderwerbsteuer. Zudem können weitere Kosten entstehen, sollte das Grundstück vor dem Bau noch instand gesetzt werden müssen. Notar- und Gerichtskosten fallen natürlich ebenfalls an.

Hauptsache versichert

Ein Haus wird nicht über Nacht gebaut und ist ein durchaus riskantes Unterfangen. Beim Hausbau kann viel schiefgehen, seien es Unfälle, Naturkatastrophen oder andere Dinge, welche außerhalb der Macht der Bauherren liegen. Daher sollten in jedem Fall einige Versicherungen abgeschlossen werden. Dies sind in jedem Fall eine Bauherrenhaftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden sowie eine Bauleistungsversicherung für Schäden am eigentlichen Haus. Weitere Versicherungen decken zum Beispiel die genannten Naturkatastrophen, unter anderem Feuer oder Blitze ab. Nach der Fertigstellung sind eine Wohngebäudeversicherung und eine Gebäudehaftpflichtversicherung absolute Pflicht, aber auch eine Haftpflichtversicherung ist dringend anzuraten.

Zusätzliche Kosten einrechnen

Ein Haus kostet eine gewisse Summe, welche im Vorfeld natürlich berechnet wird. Dennoch können und werden ungeplante Zusatzkosten entstehen. Dies können zum Beispiel komplexe Anschlüsse von Wasser oder Strom sein oder eine länger dauernde Arbeit am Fundament, da es Probleme mit dem Boden gibt. Zusätzlich können sich die Arbeit natürlich auch bei extremen Wetterbedingungen verzögern, was auch wieder jeden Tag Geld kostet. Die Möglichkeiten sind hier leider praktisch unbegrenzt. Da diese Kosten schwierig im Vorfeld berechnet werden können, lohnt es sich, hier einen höheren Betrag zurückzulegen und für Notfälle einzuplanen. Sollte kein Notfall eintreffen, ist dies natürlich umso besser.

Fazit - Planung ist alles

Der Neubau einer Immobilie ist ein komplexes Projekt und sollte am besten mit einem erfahrenen Profi zusammen durchgeführt werden. Sind jedoch alle möglichen Probleme und die Finanzierung durchgeplant, steht einem der Traum vom eigenen Haus offen. Bei einer guten und durchdachten Planung spricht nichts gegen den Hausbau, wenn es die eigenen finanziellen Möglichkeiten hergeben.

 ©  Bauratgeber24 | Baulexikon | Download eBooks | Bau-BWL | Bauideen | E-Mail  |  Datenschutzerklärung09/2019