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Die Wirtschaftlichkeit einer nachträglichen energetischen Ertüchtigung des Wohngebäudes nachweisen.

Der energetische Lebenszyklus eines Gebäudes besteht aus:

Die gegenwärtige Aufgabe der Energieberater beschränkt sich vorwiegend auf den Energieverbrauch während der Nutzung. Betrachtet man die heutigen Bauweisen, welche oft aus den gesetzlichen Vorgaben resultieren, so kann in vielen Fällen von keiner Nachhaltigkeit gesprochen werden. Während der Nutzung der modernen Gebäude fällt ein größerer Instandhaltungsaufwand an als im Vergleich zu den historischen Gebäuden. Zum Beispiel die Standzeit eines guten historischen mineralischen Außenputzes beträgt mehr als das Doppelte einer gedämmten Fassade. Holz, Lehmsteine oder Ziegelsplitt lässt sich relativ leicht entsorgen. Es kann mit relativ wenig Aufwand ein geschlossener Stoffkreislauf geschaffen werden, welcher der Mutter Natur den geringsten Schaden verursacht.

Bei dem Dämmstoff und die anderen verbauten Kunststoffe ist dies dagegen schon etwas schwerer und meist energie- und kostenintensiver. Auf das Problem des Sondermülls soll hier nicht weiter eingegangen werden.

Seit 2006 befindet sich auf dieser Internetseite ein Fragebogen und statistische Auswertung einer nachträglichen Wärmedämmung. Im unteren Abschnitt können Sie selbst die Kostenersparnisse bei der Verringerung des Energieverbrauchs und die Investitionskosten entnehmen.

Heute am 10.12.2019 ist wieder ein Fragebogen beantwortet worden. Hier die wichtigsten Details des Wohngebäudes:
Baujahr 1964, Wandstärke 30 cm, Wohnfläche 200 qm, Heizölverbrauch 3000 l, Stromverbrauch insgesamt 3400 kWh,
Maßnahmen: Außenwanddämmung 10 cm, Dämmung Dach, Kosten für nachträgliche Dämmung 60000 Euro und Heizungsanlage 12000 Euro.

Der Heizölpreis liegt am 10.12.2019 bei durchschnittlich 66,80 Euro/ 100 l siehe https://www.tecson.de/pheizoel.html. Damit liegen die Kosten für das Heizöl bei 2000 Euro plus Strom (angenommen 150 bis 200 Euro). Die Kosten für die Wartung der Heizung und des Schornsteinfegers fallen auch bei der neuen Heizung an.

Vereinfacht, ohne Berücksichtigung der Kostensteigerung für die Energieträger, könnte bei dieser Investition von 72.000 Euro circa 30 Jahre lang wie bisher geheizt werden. Aber auch nach der energetischen Sanierung wird weiterhin Energie verbraucht. Auf eine Gegenrechnung unter Berücksichtigung des Preisanstieges der Energieträger soll hier verzichtet werden. Zu beachten ist, dass innerhalb der 30 Jahre die Dämmfassade und die Heizungsanlage erneuert werden müssen.

Fragen Sie einen Unternehmer, ob er für den Zeitraum von 30 Jahren investieren würde. Damit dürfte der wirtschaftliche Sinn dieser Maßnahme beantwortet sein.

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Energiepässe für die Wohnung bzw. das Haus erstellt werden. Mit der Energieberatung lässt sich schnell und leicht Geld verdienen. Ein paar Zahlen in das vorgegebene Softwareprogramm eingetippt. Lassen Sie sich von Ihrem Energieberater die Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagen Maßnahmen schriftlich bestätigen. Ein Energieberater, welcher fachlich korrekt arbeitet, wird damit keine Probleme haben.


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