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Mauererarbeiten von Heimwerker

Die korrekte Ausführung von Maurerarbeiten, ob die Errichtung von Mauerwerk, das Anbringen von Putz, die Herstellung von Fundamenten oder Estricharbeiten, erfordert sowohl fachliche Kompetenz, Erfahrung und handwerkliches Geschick. Heute können all diese Arbeiten nur noch selten durch einen Handwerker mit hoher Qualität ausgeführt werden. Die Handwerker haben sich daher auf bestimmte Handwerksleistungen spezialisiert, wie zum Beispiel Mauerarbeiten, Estricharbeiten oder Putzarbeiten. In den letzten Jahrzehnten sind viele neue Baustoffe und Mauermaterialien auf den Markt gekommen. Diese vereinfachen viele Bauarbeiten im Neubau aber auch in der Altbausanierung. Durch die einfachere Anwendung verkürzt sich die Ausführungszeit und kann auch durch handwerklich geschickte Heimwerker mit guter Qualität ausgeführt werden.

Ein Kalk, ein Stein, ein Bier!

So hieß es früher. Zu dieser Zeit hatten die Maurer den Rohbau errichtet und die Putzarbeiten ausgeführt. Wenn man das Außenmauerwerk bei einigen älteren Einfamilienhäusern ansieht, dann traf der Spruch wirklich zu. Da treten in der Fläche Abweichungen mit vielen Zentimetern auf. Auch der Innenputz ist nicht vollständig eben. Die Normen zu der damaligen Zeit ließen viel größere Differenzen als heute zu. Heute kommen Laser zur Anwendung und es lässt sich viel genauer arbeiten.

Aber eins muss man den alten Handwerkern schon lassen, einen Deckenputz auf eine Sparschalung mit Putzträger aus Schilf anwerfen ist alles andere als leicht. Der Kalkputz lässt sich ganz gut anwerfen und haftet auch, wenn man es kann. Aber heute nimmt man lieber spachtelfähige Baustoffe oder Gipskartonbauplatten für die Decken. Das geht gerade für den Heimwerker schneller und viel einfacher.

Herstellen eines Innenputzes

Moderne Baustoffe vereinfachen den Neubau

In dem Artikel zum Mauerwerksbau werden verschiedene Ausführungen vorgestellt. Vor allem soll hier auf die großen Formate hingewiesen werden. Die Maße der heutigen Mauersteine sind sehr genau. Sie lassen sich im Dünnbettverfahren setzen, was gegenüber der Herstellung einer Lagerfuge einfacher und auch schneller geht. Ebenso kann mit dem größeren Format viel schneller ein Mauerwerk errichtet werden. Das spart Arbeitszeit.

Der Anteil an Materialkosten bei einem Gebäude liegt bei circa 30 %. Auch bei vielen nützlichen Hilfen entsteht der größte Teil der Kosten durch die Ausführungsarbeiten. Die neuen Fertigputze lassen sich in der Regel auch auf das Mauerwerk aufspachteln. Dadurch können auch Heimwerker (meistens kleiner Putzflächen) selbst herstellen. Das Anwerfen des klassischen Kalkputzes bedarf dagegen einige Übungen. Werden vorher Eckschutzschienen oder Putzschienen mit speziellem Ansetzmörtel gesetzt, so erleichtert dies zusätzlich die Putzarbeiten und die Wandflächen werden sehr eben.

Bei größeren zu verputzenden Wandflächen werden als Erstes die Putzschienen und Eckschutzschienen gesetzt. Eine Aufbrennsperre sorgt dafür, dass die gesamte Wandfläche ein annähernd gleiches Saugverhalten hat. Ist diese recht unterschiedlich, so erschwert dies die Nacharbeiten und das Glätten des mit der Putzmaschine hergestellten Putzoberfläche.

Eine Putzmaschine kommt dann zum Einsatz, wenn große Wandflächen verputzt werden. Meistens werden hier Kalkgipsputze verwendet, da sich diese gut verarbeiten und sehr gut glätten lassen. Dort, wo das Mauerwerk feucht werden kann, wie zum Beispiel in Kellerräumen, sind Gipsputze nicht geeignet!

Moderne Baustoffe bei der Altbausanierung

Es gibt materialbezogen sehr großen Unterschied zwischen einer Altbausanierung und einem Neubau. Bei einem Altbau wurden vorwiegend ökologische Baustoffe, wie Lehm, Kalk, Ziegel, Steine, Holz, Stroh usw. verbaut. Die Kalkmörtel "altert", das heißt, die Tragfähigkeit der Mörtelfugen im Mauerwerk wird herabgesetzt und die alten Putze sanden.

Als Faustformel gibt: Zur Sanierung alter Bauteile (Mauerwerk, Putz usw.) sollten wieder die gleichen Baustoffe verwendet werden bzw. Baustoffe mit ähnlichen Eigenschaften. In einigen Fällen lässt sich die Putzausbesserung ohne Putzverfestiger nicht ausführen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn der schadhafte Putz noch etwas tragfähig ist (lose Teile sind grundsätzlich zu entfernen), dann reichte ein Vornässen aus und die Gipshaftputze halten recht gut.

Dort wo Risse vorhanden sind oder verschiedene Baustoffe überputzt werden müssen (z. B. Bundwände mit den Holzstilen) kommt man ohne Armierungsgewebe nicht aus. Zu beachten ist, dass Aufbrennsperren, Putzverfestiger oder Armierungsgewebe Sperrschichten bilden. Diese beeinflussen negativ den Feuchtigkeitstransport in der Wandkonstruktion. Diese Baustoffe sollten daher sparsam verwendet werden.


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