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Ungleichmäßige Wärmedämmung im Dachgeschoss

Anfrage vom 24.2.2010

Frage: In einem ausgebauten Dachgeschoss (Baujahr 1971) sind die Decke (Zangenlage/Kehlbalken) und der darüberliegende Spitzboden einigermaßen gedämmt.
Die anliegenden Flächen (Dachschräge und Kniestock) sind nur mangelhaft gedämmt.

Meine Frage:
Ist eine zusätzliche Dämmung der Decke sinnvoll oder sucht sich die abfließende Wärme den Weg des geringsten Widerstandes und geht trotzdem durch die weniger gedämmten Bauteile?
Ich bin Bauingenieur (Statiker) im Ruhestand und habe früher selbst Wärmeschutznachweise erstellt und als Sachbearbeiter bei einem Prüfingenieur geprüft.
Dabei ging es natürlich immer nur um Neubauten.
Eine kurze Antwort zu meiner Überlegung wäre mir hilfreich.

Antwort: Optimal ist eine gleichmäßige Wärmedämmung. Das Problem besteht in der Verteilung der Oberflächentemperaturen. Ist diese an einigen Stellen wesentlich niedriger, so kann sich hier Tauwasser an der Oberfläche bilden. (Das lässt sich mit einem Thermometer überprüfen.) bei einer Dachdämmung ist die Wärmekonvektion von großer Bedeutung. Also der Luftaustausch durch die Fugen Dämmung/Balken oder Dämmung/Mauerwerk. Ebenso ist ein Luftaustausch (Raum und Außenluft) zu verhindern, damit keine warme Luft in die Konstruktion gelangt und der Wasserdampf auftaut. Die Dampfbremse muss daher exakt ausgeführt sein. Bei Konstruktionen mit geringerem Wärmedurchgangswiderstand ist der Wärmefluss etwas höher. Die Wärme fließt durch alle Bauteile. Bei dicker Dämmung ist lediglich die Zeiteinheit länger. Das sind theoretische Überlegungen. Es wirken aber immer noch andere Einflussfaktoren. Die von mir genannten ersten Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit keine Feuchtigkeitsschäden auftreten. Sehen Sie sich auch den Beitrag Wärmedurchgangskoeffizient U-Wert Berechnun an.

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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
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