Ratgeber Bauen & wohnen für Bauherren zur Altbausanierung, zum Hausbau und günstig bauen.
Sie wollen eine Altbausanierung oder Hausbau durchführen?
Als Erstes sollten Sie Informationen sammeln, wie Sie es gerade hier tun. Denken Sie aber immer daran, der Berater auf einem Baumarkt kann, und wird Ihnen nur die Produkte beschreiben, die er auch im Angebot hat. Ich selbst muss bei speziellen Fragen auch darauf zurückgreifen, da man ja nicht jedes Produkt kennen kann. Diese "Fachberater" sind aber nicht in der Lage, eine komplette Altbausanierung oder einen Umbau in ihrer Gesamtheit zu beurteilen. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Aber auch Handwerksfirmen beurteilen die Situation aus ihrer Sicht. Nun werden nicht alle Handwerkerleistungen so wie bei diesen Deckenbalken ausgeführt. Aber ein Bautenschützer verdient sein Geld mit Häuser abdichten, auch wenn die wesentlichen Feuchtigkeitsursachen ganz andere sind. Drei verschiedene Gewerke, drei verschiedene Meinungen und das Ergebnis ist ein verunsicherter Bauherr. Wer billig bauen möchte, bezahlt irgendwann das Doppelte für Nachsanierung. Also lieber gleich richtig machen.
Sonderregel: Ein denkmalgeschütztes Haus unterliegt nicht der Energieausweispflicht (Energiepass)! Also auch hier nicht verrückt machen lassen, sondern sich genau informieren.
Nehmen Sie sich Zeit und fügen Sie die Informationen zusammen. Hier helfen auch Skizzen, eine kleine Bauablaufplanung und Gespräche mit Nachbarn oder Bauherren, die bereits eine Kellersanierung oder ein Dachausbau durchgeführt haben. (Vorsicht, es gibt auch Gartennachbarn, die wissen, und können alles.) Nach einer bestimmten Zeit wird eine klare Vorstellung entstehen. Dann können Sie auch in das Detail gehen und müssen sich nicht alles "aufschwatzen" lassen.
Was natürlich die vielen Produktangebote und -beschreibungen nicht berücksichtigen (können), ist die gesamtheitliche Betrachtung aller Wechselwirkungen am jeweiligen Gebäude. Der gleiche Baustoff kann an einem anderen Objekt zum vollständigen Versagen führen, da hier andere bauphysikalische Situationen vorliegen.
Wenn ein 200-jähriges Gebäude steht und kaum Schäden aufzeigt, so ist dies ein Zeichen, dass bauphysikalisch und konstruktiv alles stimmt. Es gibt viele ältere Gebäude, die nach einer Sanierung bereits nach wenigen Jahren massive Bauschäden aufzeigten, da ungeeignete Konstruktionen und Baustoffe ausgewählt worden.
Die wichtigste Frage ist, wie lange soll das Gebäude genutzt werden und an zweiter Stelle steht der Zeitpunkt der Fertigstellung. Für die Entscheidungsfindung und die Planung benötigt man circa die doppelte Zeit wie für die Ausführung. Eine ordentliche Planung erspart eine Umplanung und ständige Nachbesserungen während der Ausführung, die dann ungeplante Mehrkosten verursachen.
Bei größeren Maßnahmen sollten Sie einen Architekten oder einen anderen unabhängigen Baufachmann konsultieren, oft ergeben sich günstigere Lösungen und wenn es nur für die richtige Auswahl des Bauhandwerkers und der Bauabnahme ist. Die Sanierung ungewollter Schäden oder die nachträgliche Änderung beziehungsweise Erweiterung ist meist viel kostenaufwendiger als das Honorar. Eventuell haben Sie sogar die Möglichkeit Fördermittel zu beantragen. Fördermittel sollten als zusätzliche Finanzierungsquelle betrachtet werden, es besteht jedoch in einigen Fällen kein Anspruchsrecht, und wenn man diese Fördermittel verplant hat und bekommt dies nicht, dann entsteht ein Finanzloch. In einem Berechnungstool können Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten für eine Sanierungsmaßnahme berechnen.
Auch falsche Sparmaßnahmen oder ungeeignete Baustoffe können später zu viel Ärger führen, wie hier im Beispiel ein Lagerholz unter einem Betonestrich im Erdgeschoss, welches zu einem schönen Pilzwuchs führte. Seit kurzer Zeit werden im privaten Fernsehen verschiedene Beiträge zur Renovierung oder Altbausanierung gezeigt. Bei vielen Ausführungen kann man nur den Kopf schütteln, es wird nicht immer solide Handwerkerarbeit gezeigt. Auf keinem Fall dienen diese Sendungen als Lehrveranstaltung, dies sollte man wissen. Dagegen vermitteln die Handzettel von den Baumärkten zu Bodenverlegearbeiten, Fenstereinbau, Malerarbeiten und so weiter recht nützliche Tipps. Es ist auch zu überlegen, welche Leistungen Sie selbst ausführen können und welche besser eine Fachfirma ausführt. Im Tool Baukostenberechnung können Sie überschläglich Angebote vergleichen oder die eventuellen gesamten Baukosten schätzen.
Videos
Im nachfolgenden Video wird der Schimmelbefall an einer Gipskartonplatte gezeigt. Hier dient die Pappe und der Klebstoff als Nahrung für Pilze.
Was Sie immer über Schimmel wissen wollten und niemand hat es Ihnen verraten? Eine kurze Beschreibung des Inhaltes meines Schimmelbuches. Damit Sie immer schimmelfrei wohnen können.
Als erste Orientierung zur Beantwortung Ihrer Fragen können Sie die Suchfelder, die Themenübersicht der Ratgeberseite oder oft gestellte Fragen nutzen. Haben Sie dann noch Fragen, nutzen Sie den Service der Online-Beratung per Email.
Nachfolgend einige ausgewählte Fachartikel, wo Bauschäden auftreten:
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