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Entwicklung der Quadratmeterpreise in Deutschland

Vielerorts wird gestöhnt: Die Mietpreise sind teuer, die Kaufpreise sind unerschwinglich und das Einkommen der Bürger scheint sich immer deutlich langsamer zu steigern, wohingegen die Preise (in der gefühlten Welt) immer sprungartiger in die Höhe schnellen. Wie viel Wahrheit in dieser Annahme vieler steckt, soll dieser Beitrag zeigen - und zwar mit Blick auf die Entwicklung der Quadratmeterpreise in Deutschland.

Statistik für Quadratmeterpreisen für Eigentumswohnungen
Abbildung 1: Diese Statistik zeigt die Städte in Deutschland mit den höchsten Quadratmeterpreisen für Eigentumswohnungen im Vergleichszeitraum zwischen 2014 und 2018.

In diesen Orten gibt es deutschlandweit die höchsten Quadratmeterpreise

München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Ingolstadt, Augsburg, Regensburg, Potsdam, Erlangen und Berlin sind offensichtlich die Spitzenreiter mit Blick auf den Kaufpreis pro Quadratmeter. Viele der Orte liegen im Süden Deutschlands, einige jedoch sind auch in anderen Himmelsrichtungen zu verorten. Was deutlich wird, ist der Zahlenschock, den die Statistik dem Betrachter mitgibt, denn: Die Quadratmeterpreise sind nicht nur horrend und liegen bei allen genannten Orten beinahe bei 5.000 Euro wenn nicht gar darüber. Sie sind auch in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen.

Freiburg
Abbildung 2: In Freiburg sind die Quadratmeterpreise zwar hoch, allerdings sind sie in den letzten vier Jahren nur um 4,31 Prozent gestiegen. Potsdam
Abbildung 3: In Potsdam ist die Steigerung der letzten vier Jahre am deutlichsten. Die Quadratmeterpreise stiegen hier um 48,71 Prozent.

Weitere Quadratmeterpreise und Bodenrichtwerte zu anderen deutschen Städten gibt es hier online.

Das Statistische Bundesamt kann den Aufwärtstrend mit Zahlen untermauern

Bereits beim ersten Blick auf den Bau- und Immobilienpreisindex, den das Statistische Bundesamt lediglich in den aktuellsten Pressemitteilungen ausweist, zeigt sich: Es geht in vielen Bereichen preislich steil nach oben. Die Preise für Acker- und Weideland haben sich seit dem Jahr 2009 um das 2,3-Fache erhöht. Die Baupreise für Wohngebäude sind binnen eines Jahres (im Direktvergleich August 2018 und August 2019) um 4,1 Prozent gestiegen; von Mai 2018 zu Mai 2019 lässt sich eine Preissteigerung von 4,7 Prozent belegen. Auch der Direktvergleich der zweiten Jahresquartale (2018/2019) zeigt: Die Preise für Wohnimmobilien sind um 5,2 Prozent gestiegen.

Und es geht noch detaillierter:

Darüber hinaus zeigt die Statistik auch, dass unabhängig von der Wohnform (egal ob Eigentumswohnung, Ein- oder Zweifamilienhaus) sowie der Region, eine Preissteigerung zu verzeichnen ist. Sorgen bereitet in diesem Zusammenhang auch die Immobilienblase, die mit den steigenden Preisen einhergehen könnte.

Abbildung 1: Grafik aus Statista.com
Abbildung 2: pixabay.com © Couleur (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: pixabay.com © Kai_Vogel (CC0 Public Domain)


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