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Silberfischchen (Lepisma saccharina)

Es ist ein Vertreter der Familie Lepismatidae (Fischchen), die etwa 240 Arten mit flachem Körper einschließt. Sie gehören der Ordnung Thysanura (Borstenschwänze) an. In Mitteleuropa sind sie unter nachfolgenden Bedingungen weit verbreitet.
Sie kommen unter alter Tapete oder beim Aufräumen nicht ganz trockener (Abstell)räume, in denen alte Papierwaren, Mehl, Zucker oder andere Kohlenhydrate gelagert werden vor. Die flügellosen Insekten sind ca. 1 cm lang und haben eine verborgene nächtliche Lebensweise. Der silberne Staub sind Schuppen, die den ganzen Körper bedecken und an ihren Rillen das einfallende Licht reflektieren, wodurch der Silberglanz entsteht. Die Fischchen sind Allesfresser, in einigen Fällen sind sie sogar als Fleischfresser anzusehen. Sie bevorzugen stärke- und zuckerhaltige Stoffe. So nehmen sie unter anderem Papier, Teigwaren, Mehl, Kleie, aber auch Wollstoffe und Lederwaren als Nahrungen an.
Sie bevorzugen Temperaturen von 22 bis 27ºC. Bei einigen Grad über dem Nullpunkt verfallen sie in Kältestarre.
Neben dem Lepisma saccharina kommen in der menschlichen Behausung kommen noch die Ofenfischen (Thermobia domestica), welches sich mit Vorliege in Bäckereien aufhält und Acrotelsa collaris vor.

Vorbeugung und Bekämpfung: Trocknung der feuchten Mauerteile, zum Beispiel regelmäßige Lüftung, Beseitigung von Fugen und Unterschlupfmöglichkeiten, zum Beispiel alter loser Putz wird erneuert, Abkopplung von der Nahrung, zum Beispiel statt feuchter Tapete in der Abstellkammer wird eine Kalkfarbe aufgetragen. Eine Bekämpfung erfolgt auch durch Kontaktinsektizide.

Silberfischchen (Lepisma saccharina)

Quelle: Günter, Kurt unda.; Urania Tierreich, Insekten Urania-Verlag Leipzig-Jena-Berlin Aufl. 2./3., 1974 S. 33-36

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