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Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus Linné)

Der Hausbock ist neben den Poch- oder Klopfkäfer der am meisten verbreitete Gebäudeschädling. Der etwa 1,5 cm große, braunschwarze Käfer mit der weißlichen bindenartigen Behaarung auf den Flügeldecken nimmt wahrscheinlich keine Nahrung zu sich, während die Larve vorwiegend im äußeren weichen Splintholz von Nadelholz direkt unter der Oberfläche Gänge bohrt. Für die Larvenentwicklung sind warme, feuchte Klimaverhältnisse vorteilhaft. In Gebäuden findet man diese vorwiegend am Konstruktionsholz des Dachstuhls, aber auch in der Balkenlage der oberen Stockwerke. Die Larven durchziehen fressend das Splintholz und erreichen eine Körperlänge von etwa 3 cm. Die Fraßgänge liegend unter der Holzoberfläche und enthalten kleine Holzspäne mit holzfarbenen Kotwalzen. Der Generationszyklus dauert gewöhnlich 3 bis 5 Jahre in Ausnahmefällen bis 10 Jahre. Als Flugzeit gelten die Monate Juni und August. Die ovalen Fluglöcher sind etwa 5-10 mm lang und 2-4 mm breit. Das Bohrmehl ist einfarbig gelblich, der Kot zylinderförmig. Die Larven verstopfen die Gänge mit Kotwalzen und mit Nagseln. Rieselstellen bei starkem Befall auch aus Schwindrissen und alten Fluglöchern weisen auf lebenden Hausbockbefall hin. Älteres verbautes Holz von über 60 Jahre wird nur in Ausnahmefällen befallen. Dies liegt daran, dass in älteren Holzzellen die eingelagerte Eiweißkonzentration geringer ist.

Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus Linné)
Bild Hausbockkäfer Splint- und Kernholz
Kieferkernholz mit Insekt

Quelle: Langendorf, G.; Holzschutzhandbuch für Fachleute 1988, S. 112
Unger, Achim; Holzkonservierung S. 26
Günter, K.; u. a.; Urania Tierreich, Insekten 2./3. Aufl. 1974, Urania-Verlag Leipzig/Jena/Berlin S.265

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