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Speckkäfer (Dermestes lardarius L.)

Der Speckkäfer ist ein Vorratsschädling, der auch im Holz brüten kann. Er wird 8... 10 mm lang und ist von lang gestreckt - eiförmiger Gestalt. Die Grundfarbe des Insektes ist schwärzlich, die vordere Hälfte der Flügeldecken trägt eine gelblich gefärbte und gezahnte Querbinde. Innerhalb des vorderen Flügeldeckenbereichs findet man außerdem rotbraune Flecke. Die Fühler sind ebenfalls schwärzlich und tragen eine gegliederte Endkeule.
Die Larven werden etwa 10 mm lang und sind von walzenförmiger Gestalt. Sie sind bernsteinfarbig und tragen am Hinterleibsende zwei kurze Dornen.
Falls Holz angegangen wird, so wird pilzbefallenes bevorzugt. Die Larven legen dort Gänge und schließlich eine Puppenwiege an. Larven und Käfer leben jedoch nicht vom Holz, sondern von Nahrungsmittel, zum Beispiel ranzigem Speck, in Tierhäuten, in trockenen Insekten usw., sowie die die Zerstörung von technischen Erzeugnissen (durch anfressen). Bei Nahrungsmangel werden durch die Larven auch die eigenen Larvenhäute verzehrt oder verfallen in Kannibalismus. In Sonderfällen haben sie sich auch in Jungtauben eingebohrt und Gänge unter der Haut gefressen. Befall von gesundem Holz ist bisher nicht beobachtet worden. Der Generationszyklus ist halbjährig (etwa 10 ähnliche Arten sind bekannt).

Bild Speckkäfer (Dermestes lardarius L.)

Quelle: Langendorf, G.; Holzschutzhandbuch für Fachleute 1988, S. 118
Günter, K.; u. a.; Urania Tierreich, Insekten, 2./3. Aufl. 1974, Urania-Verlag Leipzig/Jena/Berlin S.236

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