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Tipps zur Renovierung und Gestaltung der Zimmerwände mit Tapeten

Die Wohnungswände und die Zimmerdecken in den Zimmern sind die größte sichtbare Fläche. Ihre farbliche Gestaltung und die Qualität der Oberflächen bestimmen zusammen mit den Möbeln und den anderen Einrichtungsgegenständen den Charakter der Wohnung. Nicht vergessen werden darf der Fußbodenbelag, welcher ebenso maßgeblich den Wohnstil beeinflusst.

Bei einer Mietwohnung werden die Wandbeschichtung und der Fußbodenbelag im Mietvertrag vorgegeben. Das ist in vielen Fällen eine Raufasertapete mit weißer Dispersionsfarbe und der Fußbodenbelag besteht aus einem Teppichbelag oder Laminat. Bei höherwertigen Wohnungen sind es Glasfasertapeten und Parkettlaminat.

Beim Auszug aus der Wohnung und Wohnungsübergabe ist der malermäßige Zustand genau so wieder herzustellen, wie beim Bezug, wenn im Mietvertrag keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Unter diesen Bedingungen lässt sich eine individuelle Gestaltung der Wohnräume vorwiegend nur durch die entsprechende Auswahl an Möbeln und Einrichtungsgegenständen erzielen.

Veränderungen des Zimmers durch Tapetenwechsel

Eine Raufasertapete lässt sich leicht entfernen und durch eine schöne farbliche Papier- oder Fototapete ersetzen. Wenn Sie mehrere Jahre in der Wohnung wohnen, dann sind ohnehin Renovierungsarbeiten erforderlich. Also bei einem Wohnungswechsel nach einigen Jahren wäre eine Erneuerung der Tapete ohnehin erforderlich und dann können die Zimmerwände wieder mit der einfachen Raufasertapete mit weißer Dispersionsfarbe beschichtet werden.

Raufasertapete und Papiertapete

Wegen der bautechnischen Maßnahmen, welche sich aus der Energieeinsparverordnung ergeben, werden die Wohnungen immer luftdichter. Es erfolgt ein immer geringerer Austausch der Zimmerluft. Mit dem Austausch werden nicht nur Schadstoffe aus der Wohnung weggelüftet, sondern auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen reduziert. Die höchste relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen ist in den Monaten Oktober und November zu beobachten. In dieser Zeit kommt es zu den meisten sichtbaren Schimmelpilzschäden an den Außenwänden. Eine optimale Nahrungsgrundlage bieten die Tapetenkleister und die Raufasertapete. Die Dispersionsfarbe, welche selbst auch schimmelt, daher werden Fungizide beigegeben, behindert den Feuchtigkeitstransport in die Putzoberfläche und in das Mauerwerk. Auf dieser Oberfläche dieser Tapeten bildet sich bei höherer Luftfeuchtigkeit ein Feuchtigkeitsfilm.

Dagegen ist eine Papiertapete bezogen auf eine Feuchtigkeitsregulierung günstiger. Natürlich kann diese keine Wunder bewirken und bauphysikalische Mängel ausgleichen aber die Gefahr einer Schimmelpilzbildung ist etwas geringer. Etwas dickere Tapeten erhöhen auch geringfügig die Oberflächentemperatur. Es spielt aber auch die Reflexion und Adsorption der Wärmestrahlung eine Rolle, welche das Zimmer bei einer farblichen Tapete gemütlicher erscheinen lassen, als eine weiße Oberfläche. Schließlich soll die Wohnung auch zur Erholung und zum Wohlfühlen dienen und nicht den Charakter eines faden Büroraums haben. Mit Tapeten & Fototapeten für jeden Geschmack und internationale Marken lässt sich praktisch aus jedem Zimmer ein individuelles Wohnumfeld gestalten.

Die Qualität der Oberfläche der Wände beachten

Die Oberflächen der Kalk- und Kalkzementputze lassen sich technisch nicht 100% glatt ausführen. Sie werden immer sehr geringe Abweichungen (Unebenheiten von wenigen Millimetern) haben. Diese Flächen sind daher für dünne Glastapeten wenig geeignet, da dies geringen Unebenheiten bei entsprechender Beleuchtung zu sehen ist. Diese Kalkputze haben gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften. Daher sollten diese auch nur mit einer sorptionsoffenen Beschichtung versehen werden, wie z. B. Silikatfarbe, Kalkfarbe oder geprägte Papiertapeten.

Werden die Kalkputze mit Malerspachtel (Gips) geglättet, so werden die feuchtigkeitstechnischen Eigenschaften ungünstig beeinflusst, es entsteht eine Sperrschicht. Auf diesen Flächen können ebenso wie bei einem Gipskalkputz dünnere Tapeten aufgeklebt werden, da die Unebenheiten der Fläche noch geringer sind.

Das Anbringen von Fototapeten auf die jeweilige Wandoberfläche hängt vom Motiv ab. Meistens ist das Papier stärker und gleicht so auch kleinere Unebenheiten aus, was bei Naturaufnahmen kein Problem darstellen sollte. Bei Bildern mit hochwertigen Motiven sollte der Untergrund sehr glatt sein.

Lehmputze kommen nicht sehr oft vor, werden aber immer beliebter. Diese sollten nur mit Naturfarben beschichtet werden. Tapeten gehören hier nicht hin. Lehmputze haben sehr gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften und tragen für ein angenehmes Raumklima bei. Eine aufgeklebte Tapete hebt diese Eigenschaften teilweise auf.

Farbgestaltung der Räume

Mit der Farbgestaltung lässt sich optisch die Raumgeometrie aber auch der psychologische Eindruck der Räume verändern. Z. B. bei hohen Räumen verändert eine dunklere Decke optisch die Raumhöhe oder blaue Farben wirken kalt. Auf die Wirkung der Farben wird im Beitrag Farben näher eingegangen. Farbliche Tapeten sind ideal, da sich diese einfach anzubringen aber auch wieder leicht entfernbar sind. Wird die Wandfläche mit einer bunten Wandfarbe beschichtet, so ist deren Entfernung meistens mit größerem Aufwand verbunden. Ein Überstreichen ist auch nicht immer einfach, da der alte Farbton an einigen Stellen wieder durchleuchtet. Man muss daher mehrere Male die Wand- oder Deckenfläche überstreichen. Gerade in Zimmern, wo sehr viel geraucht wurde, versagt selbst die "Nikotinfarbe".

Aber einer der wichtigsten Eigenschaften von hochwertig, exklusive Tapeten und Fototapeten sind die faszinierenden Möglichkeiten der Raumgestaltung, welche den individuellen Stil der Wohnung wirkungsvoll ergänzen oder sogar bestimmen. Und das mit relativ geringem Aufwand.


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