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Berlin: Aufgeheizte Stimmmung am Wohnungsmarkt

Berlin

Die Diskussion um steigende Mietpreise in Ballungsgebieten wird meistens aus Sicht der verzweifelten Wohnungssuchenden geführt. Nirgends sonst ist die Debatte dabei so aufgeladen wie in der Bundeshauptstadt Berlin, in der sich das Preisniveau seit etwa einer Dekade jährlich um zehn Prozent nach oben verschiebt. Dass von dieser Entwicklung mehr und mehr Menschen betroffen sind, liegt jedoch auch an der deutschlandweit einzigartig niedrigen Eigentümerquote in Berlin: Gerade einmal 14 Prozent der Hauptstadtbewohner nennen Immobilien ihr Eigentum. Die Zahl überrascht selbst vor dem bundesweiten Durchschnitt von 41 Prozent und zeigt mit Blick auf die EU-Nachbarn, warum Deutschland auch im Jahr 2019 Mieternation bleibt.

Wohnungsmarkt: Debatte häufig aus Sicht der Mieter geführt

Mit Blick auf die Zahlen erklärt sich, warum Immobilieneigentümer und Immobilienverwalter in Berlin mit Vorurteilen zu kämpfen haben: Wohnraum und Bauland sind knapp, die Preise hoch und die Politik sich uneins, wie der langjährige Rückstand im Neubau kompensiert werden soll. Vermieter, die ihr Eigentum selbst verwalten, bekommen den Frust über diese Situation deshalb immer direkter zu spüren - ganz gleich, ob es den persönlichen oder schriftlichen Kontakt mit Mietern betrifft.

Kostensteigerungen: Auch Privatvermieter bekommen Auswirkungen zu spüren

Häufig vergessen wird vor dem Hintergrund dieser Anspannung allerdings, welch Wagnis die Werterhaltung von Immobilien für Privatleute mittlerweile darstellt: Neben gestiegenen energetischen und baulichen Standards müssen auch generelle Kostensteigerungen auf die Mieter umgelegt werden können, wenn sich Vermieten lohnen soll. Mietausfälle können zudem schnell zur Existenzbedrohung werden. Hinzu kommt erschwerend, dass die Wartezeiten für Handwerker mittlerweile Rekordwerte erreichen. Wer aufgrund beispielsweise beruflicher Entwicklungen in einer anderen Stadt als der wohnt, in der sich das Mieteigentum befindet, hat es immer schwerer mit der Selbstverwaltung seiner Objekte.

Hausverwaltungen als Blitzableiter und Werterhalter

Nicht grundlos werden auch deshalb bereits heute viele Wohnobjekte in der Hauptstadt von Hausverwaltungen verwaltet. Neben dem operativen Bestandsmanagement dienen sie nämlich auch als Blitzableiter in Zeiten aufgeheizter Mietdebatten und sind durch die Vielzahl verwalteter Objekte oftmals besser in der Lage, Augenmaß walten zu lassen. Dass sich Rendite und soziale Verantwortung dabei nicht ausschließen müssen, beweist WoBeGe in Berlin: Als breit aufgestellte WEG-Hausverwaltung fungieren die Immobilienexperten seit Jahren auch als Makler beim Objektankauf und Objektverkauf. Eigentümer, die selbst nicht in der Hauptstadt leben oder sich dem operativen Bestandsmanagement ihrer Immobilie entziehen möchten, haben so einen zuverlässigen Partner für langfristige Werterhaltung an ihrer Seite. Zudem profitieren sie vom Partnernetzwerk der Verwaltungsfirmen, deren Interesse natürlicherweise auch niedrigmöglichste Mietausfallzeiten umfassen. Zu Zeiten, in denen Enteignungen und Mietendeckel diskutiert werden und Proteste gegen Neubauprojekte an der Tagesordnung sind, kann es sich auszahlen, einen zuverlässigen Ansprechpartner vor Ort zu haben.



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