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Wärmedämmung eines Flachdaches

Anfrage vom 14.11.2004

Meine Frage ist. Wir wollen einen Schuppen ausbauen. Das Dach besteht aus Balken, Bretter und Dachpappe,(Schweißbahnen). Muß der Dämmstoff bis an die Bretter gelegt werden oder muß zwischen Bretter und Dämmstoff eine Hinterlüftung sein. Alles andere habe ich aus Ihrer Beschreibung gelesen.

Ihre Frage kann nicht so schnell und einfach beantwortet werden. Das hängt von der geplanten Konstruktion ab. Von außen kommt in der Regel kein Wasser in die Konstruktion. Die Nässeschäden werden durch die Feuchtigkeit der Innenraumluft verursacht, die durch Fugen nach außen gelangt und auf dem Weg durch die Konstruktion taut das Wasser durch die Abkühlung ab. Daher muss an der Innenseite eine fugendichte Dampfbremse angebracht werden. Bei der Ausführung ist jedoch in der Praxis keine 100%ige Abdichtung möglich, daher dringt immer etwas Feuchtigkeit ein. Bei einer funktionstüchtigen Hinterlüftung, die Luft zwischen Sparschalung und Dämmung darf nicht stehen, kann diese Feuchtigkeit weggelüftet werden. Steht die Luft in diesem kleinen Zwischenraum, so kommt es zu einer lokalen kleinen Luftwalze (zw. Dämmung und Schalung) und somit an der kühleren Oberfläche zu Tauwasser. In diesem Fall währe eine Vollsparrendämmung günstiger. Bei Vollsparrendämmung ist dann eine feuchtadaptive Dampfbremse zu verwenden. Wichtig ist eine 100%ige Fugendichtheit.

Hier noch ein Beispiel aus Eichler/Arndt, wo eine Dampfbremse im Flachdach zu einem Bauschaden führte. Diffusionstechnische Fehler werden besonders bei der Ausbildung von leichten Unterschalen gemacht. Im Bild a) (falsche Ausführung) wurde die Holzschalung sehr schnell durch holzzerstörende Pilze befallen. Diese Fäule wurde von der vollständig überflüssigen Dampfbremse im Zusammenhang mit der feuchten Luft im Stall verursacht. An der Unterseite der Dampfbremse kam es zum Feuchtigkeitsstau. Zweckmäßiger ist die Ausbildung ohne Dampfbremse nach b) in Kombination mit einer intensiven Durchlüftung des Dachraums. (Verbesserte Ausführung; 1 Putz auf HWL-Platten (rißgefährdet), 2 Holzschalung; 3 Dampfbremse (an dieser Stelle falsch und überflüssig), 4 Mineralwolle, 5 Windschutz (diffusionsdurchlässig) (Eichler 1989 S. 337)

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Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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