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Waschmaschine kaufen: Tipps zur Auswahl

Die Anschaffung einer Waschmaschine sollte gut überlegt sein, denn sie muss viele Jahre halten. Wer alleine auf den Preis guckt, läuft Gefahr, einen ärgerlichen Fehlkauf zu tätigen. Es gibt nämlich noch viel mehr Dinge, die zu berücksichtigen sind. Welche das sind, und worauf bei der Auswahl des passenden Gerätes zu achten ist, ist Thema dieses Beitrags.

Waschmaschine pixabay.com ©StockSnap
Welche Funktionen soll das neue Gerät haben?
Verbraucher müssen wissen, was sie brauchen, um die passende Maschine zu finden.

Die Vorüberlegungen: Standort, Nutzung, Energieverbrauch

Die erste Frage, die sich stellt, ist die des Standorts. Wie viel Platz steht zum Aufstellen zur Verfügung? Das hat Einfluss auf die maximale Breite des neuen Geräts. Auch bestimmt der Standort, ob ein Frontlader oder ein Toplader infrage kommt. Wie groß ist der Haushalt und wie viel Wäsche fällt darin pro Woche an? Spielt der Energieverbrauch eine Rolle? Mit Blick auf die mögliche Kostenersparnis, die ein reduzierter Gesamtenergieverbrauch mit sich bringt, ist der zuletzt genannte Punkt von Bedeutung.

Der Standort

Steht für das Gerät nur wenig Platz zur Verfügung, beispielsweise in einem engen Badezimmer, ist ein schmaler Toplader oft die beste Wahl. Vorteilhaft ist zudem, dass dieser im Stehen befüllt werden kann. Bücken fällt weg. Eine Alternative zu Topladern sind Frontlader mit einer verkürzten Tiefe. Normalerweise weisen diese 60 cm auf, bei den Platzsparern schrumpft die Tiefe auf knapp 44 cm. Einziges Manko ist, dass die kleinen Frontlader etwas teurer sind, als eine Waschmaschine mit Standardmaßen. Vorteilhaft ist, dass ein Frontlader unterbaufähig ist. Er kann also beispielsweise in die bestehende Küchenzeile integriert werden.

Bei der Platzfrage ist zu klären, ob alle Anschlüsse für die Waschmaschine vorhanden sind. In einer Küche eignet sich eine Spindel mit zwei Anschlüssen für Waschmaschine und Geschirrspüler. Ein Rückflussverhinderer am Ventil ist nur dann nötig, wenn die neue Waschmaschine nicht ohnehin mit einem solchen ausgestattet ist.

pixabay.com  falconp4
Ein Gerät aus dem Fachhandel kann inklusive Liefer- und Montageservice gekauft werden.

Die nötige Füllmenge

Je nach Haushaltsgröße fällt unterschiedlich viel Wäsche an. Die Verbraucherzentrale empfiehlt für einen ein- oder zweiköpfigen Haushalt eine Waschmaschine mit 5-6 kg Fassungsvermögen. Maschinen mit 7 kg Fassungsvermögen reichen für einen 3-5 Personenhaushalt aus. Große Maschine mit einem Fassungsvermögen von bis zu 12 kg sind für den gewerblichen Bedarf ausgelegt. In einem privaten Haushalt sind sie eher unüblich.

Die Schleuderleistung

Eine Waschmaschine sollte mindestens 1.200 Umdrehungen/min aufweisen. Liegt die Drehzahl darunter, werden die meisten Wäschestücke nicht zufriedenstellend trockengeschleudert. Falls die Wäsche danach in den Trockner wandert, ist der Energieaufwand verhältnismäßig hoch, bis die Wäsche schranktrocken ist. Ein Gerät mit 1.400 Umdrehungen bietet den nötigen Komfort und ist meist nur geringfügig teurer, als ein Gerät mit niedrigerer Drehzahl. Bei 1.400 Umdrehungen wird die Wäsche so intensiv geschleudert, dass der spätere Einsatz eines Trockners eine vertretbare Menge Strom benötigt.

Verbraucher sollten bei der Auswahl der Maschine darauf achten, dass sie die Drehzahl manuell regulieren können. So lassen sich empfindliche Textilien mit 800 Umdrehungen/min schleudern, Frotteehandtücher und vergleichbare Textilien vertragen durchaus 1.400 Umdrehungen/min.

Der Wasser- und Stromverbrauch

Damit Wäsche sauber wird, braucht es mehrere Komponenten. Zeit, Temperatur, Bewegung/Mechanik und das Reinigungsprodukt. Wird an einer Komponente gekürzt, erweitert sich eine andere Komponente. Bei den Öko-Waschprogrammen ist das deutlich zu erkennen. Diese brauchen erheblich länger, als durchschnittliche Waschmaschinen-Programme. Der ökologische Vorteil ergibt sich daraus, dass bei einer verlängerten Waschzeit weniger Temperatur (= weniger Energieverbrauch) nötig ist, um dasselbe Reinheitsergebnis zu erzielen. Bei der verlängerten Zeit wirkt das Waschmittel länger ein und löst die Flecken ebenfalls aus den Textilien heraus. Im dem Beitrag "Eco-Knopf: Warum Sie lieber länger waschen sollten" wird der Zusammenhang näher erklärt.

Der Unterschied zwischen einem Waschgang mit 60 °C und einem Waschgang mit 40 °C liegt in der Ersparnis von 50 % Heizenergie. Bei 30 °C werden sogar 70 % Heizenergie eingespart. Bei Zugabe moderner, leistungsfähiger Waschmittel reichen sogar 20 °C aus, um durchschnittlich verschmutzte Kleidung zu säubern.

pixabay.com © Comfreak
Umweltfreundliche Geräte schonen langfristig den eigenen Geldbeutel.

Das EU-Energielabel gibt darüber Auskunft, wie sparsam eine Waschmaschine arbeitet. Seit 2013 dürfen im Handel nur noch Geräte angeboten werden, die mindestens das Energielabel A+ aufweisen. Wer ein neues Gerät kauft, sollte nach Produkten mit der Kennzeichnung A++ und A+++ Ausschau halten. Die Einordnung der Energielabel erfolgt, indem eine Waschmaschine bei 40° und bei 60° jeweils 220 Wäschen durchläuft. Eine sechs Kilo Maschine darf dabei im Durchschnitt nicht mehr als 50 l bei 60° verbrauchen, um für den Handel zugelassen zu werden.

Stromkosten im Haushalt zu senken ist im Sinne jedes Verbrauchers. Mit einer Waschmaschine der Kennzeichnung A+++ gelingt das Vorhaben. Das Umweltbundesamt hat eine Vergleichsrechnung aufgestellt, aus der hervorgeht, welchen Vorteil ein Gerät mit der Klasse A+++ im Vergleich zu einem Gerät mit der Energieeffizienzklasse A über einen Zeitraum von zwölf Jahre erwirtschaftet. Die Ergebnisse sprechen für sich: Ein Gerät der höchsten Effizienzklasse spart 32 % Energie und damit Stromkosten. In Anbetracht der stetig ansteigenden Energiekosten ist es deshalb ratsam, sich bei der Wahl des Gerätes von dem Energielabel leiten zu lassen.

Die Programme

In Abhängigkeit von der anfallenden Wäsche sind unterschiedliche Programme notwendig. Eine Waschmaschine sollte zumindest über diese Funktionen verfügen:

Was nicht zwingend notwendig ist, sondern für mehr - oft überflüssigen - Komfort sorgt, sind diese Features:

Bedienerfreundlichkeit

Eine Waschmaschine ist nur so gut, wie die die Person, die sie bedient. Je einfacher das Gerät zu bedienen ist, desto besser. Denn die besten Funktionen sind nutzlos, wenn Verbraucher diese nicht sinnvoll anwenden können. Deshalb sollten Verbraucher eine Waschmaschine unter Berücksichtigung der Bedienerfreundlichkeit auswählen. Wie groß sind die Knöpfe? Ist das Handbuch verständlich? Ist die Öffnung der Trommel groß genug? Ist das Flusensieb leicht zu erreichen? Am besten begutachten Kaufinteressenten die Waschmaschine in einem Elektrofachmarkt, um diese Dinge zu klären.

Qualität vor Preisvorteil

Preiswerte No-Name-Maschinen könnten langfristig problematisch werden. Meist gibt es keinen Kundendienst und auch Ersatzteile sind nicht zu haben. Dann wird die günstige Maschine schnell teuer, weil vielleicht nach kurzer Zeit wieder ein neues Gerät angeschafft werden muss. Trotzdem sollten Verbraucher auch unbekannte Marken nicht ignorieren, sondern sich über den Anbieter informieren. Oft stecken große Markenhersteller dahinter, die ihre Produkte unter einem anderen Label verkaufen.

Bildquellen:
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