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Trockenbau - Verbesserung der schallschutztechnischen Eigenschaften

- Auszug aus dem Buch Dachgeschossausbau -

In dieser Übersicht werden wichtige Faktoren dargestellt, die zur Verbesserung der schallschutztechnischen Eigenschaften des Schallschutzes bei Trockenbaukonstruktionen führen. Die verbesserte schallschutztechnische Lösung muss aber nicht immer die bessere Konstruktion für die jeweilige Anwendung sein. Es sind auch das Feuchteverhalten, brandschutztechnischen Eigenschaften oder auch die Gesichtspunkte der Gestaltung zu berücksichtigen. In den aktuellen technischen Merkblättern der Systemanbieter von Trockenbauelementen und Dämmstoffen sind diese schallschutztechnischen Regeln für die jeweilige Anwendung untersetzt. Es empfiehlt sich, diese ausgereiften und erprobten Systeme auszuwählen.

Zusammengefasst gelten folgende Grundsätze:

  1. Je größer die Masse pro Fläche und je biegsamer die Schale, um so günstiger ist der Schallschutz.
  2. Aus Sicht des Schallschutzes sind zwei dünnere Gipskartonbauplatten, die nicht starr miteinander verbunden, biegeweicher als eine starke Platte.
  3. Mit aufgeklebten kleinformatigen Steinen wird die Masse der Schale erhöht, ohne die Biegesteifigkeit zu erhöhen.
  4. Aus der Sicht des Schallschutzes sind große Rippenabstände (zum Beispiel Ständerprofil) zu wählen. (62,5 cm besser als 41,7 cm.)
  5. Eine Befestigung der Platten durch Verleimung ist gegenüber einer Verschraubung oder ein Vernageln ungünstiger.
  6. Das Einlegen eines Streifen aus Dämmung zwischen Unterkonstruktion und Verkleidungsplatte bringt eine weitere Verbesserung.
  7. Wird zusätzlich eine Federschiene quer zum Ständer befestigt, so wird die Verbindung noch "weicher" und die Schallübertragung von der Schale auf die Rippe (Ständer) wird vermindert.
  8. Trennung der Schalen durch zwei sich nicht berührende Profile (Doppelprofil).
  9. Es ist ein großer Schalenabstand (Hohlraum) anzustreben. Dieser wirken als dämpfende Feder. (Statt CW 50/40 besser CW 100/40)
  10. Wird zusätzlich zu 9. eine Hohlraumdämmung (Fasserdämmung) > 70% eingebracht, so verlieren die Luftschallwellen beim Durchgang mehr an Energie, da die "Luftfeder" im Hohlraum keinen großen Widerstand entgegenbringt. [1]
Bild Schallverlauf bei einer Holzbalkendecke

Beispiel einer nachträglichen Verbesserung zum Beispiel des Trittschalls einer Holzbalkendecke durch schwimmende Verlegung einer Trockenestrichplatte und einer abgehängten Decke. Wird zum Beispiel die Fußbodenrandleiste ohne Dämmstreifen direkt auf die Fußbodenplatte aufgesetzt und an die Wand geklebt, so wird der Schall über diese Leiste an die Wand und somit in die Wohnung darunter übertragen.

Bild Trockenbauwand auf einer Holzbalkendecke

Anschluss der Trennwand an die Holzbalkendecke mit einer zusätzlichen Unterdecke, geschätzt R LwR ~ 58 dB nach [2]; TW1 Trittschalldämmung; DB Dichtband unter dem UW-Profil; TE Trockenestrich. Hier ist jedoch noch ein Fakt zu beachten. Eine Leichtbauwand sollte nicht neben dem Deckenbalken aufgestellt werden. Auch wenn diese Zwischenwand selbst nur ein geringes Gewicht hat, führt es zu einer zusätzlichen Belastung des Deckenabschnittes. Was meist auch nicht beachtet wird, wenn eine Zwischenwand aufgestellt wird, dann werden meist auf beiden Seiten Möbel aufgestellt. Es tritt dann eine Belastung mitten in der Decke auf, die sonst die Streichbalken an den massiven Innen- oder Außenwänden aufnehmen. Durch Unterzüge oder Verstärkungen der Deckenbalken kann man eine größere Durchbiegung vermeiden. Das Problem wird meist dann deutlich, wenn der Fußboden gefliest wird. Es entstehen dann Risse an den Anschlüssen zwischen den Wänden und dem Fußboden.

Vereinfachtes Nachweisverfahren zum schalltechnischer Nachweis.

Literatur:
[1] Colling, Francois; Lernen aus Schäden im Holzbau, Deutsche Gesellschaft für Holzforschung Innovations- und Service GmbH, 2000, S. 241-243
[2] Schulze, Horst.; Informationsdienst Holz Teil 14 Umbau, Modernisierung, Folge 3 Nachträglicher Dachgeschossausbau, Entwicklungsgemeinschaft Holzbau in der DGfH, 1992 S. 21



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