ib-rauch.de

Haussanierung  BauphysikFeuchteschutz | Holzbau | BauchemieBaustoffe | Bauchemie - Bücher | Impressum

Nachweis von Alkylammoniumverbindungen im Holz

Für Ammoniumverbindungen wird ein älteres Verfahren erläutert,[1] welches mit 2 Teilreagenzien A und B durchgeführt wird.
Lösung A ist eine Lösung von 4 g Natriumhydroxid (fest) in 5 ml destilliertem Wasser.
Teilreagenz B wird hergestellt durch Lösen von 2 g Quecksilber(II)-jodid, im Mörser fein gerieben, in 15 ml destilliertem Wasser und anschließendem Zufügen von 1 g Kaliumjodid.
Die Lösungen A und B werden zusammengegossen. Nach Absetzen und Klärung dieser Mischung ist zu dekantieren (die Flüssigkeit aus dem Gefäß bis auf den Bodensatz vorsichtig abschütten). Ammoniumhaltiges Holz zeigt nach dem Auftragen eine rotgelbe bis tomatenrote Verfärbung.

Der qualitative Nachweis von Alkylammoniumverbindungen in imprägniertem Holz - und gegebenenfalls die Bestimmung der Eindringtiefe - kann durch sogenannte Spot-Tests erfolgen (bei denen Reagenzien auf die Holzfläche aufgetropft werden oder auch durch Aufstreichen/Aufsprühen erfolgt. Eine deutliche Farbanzeige wird durch Verwendung von Bromphenolblau in 0,1%iger alkoholischer Lösung (20 % Ethanol, 5 % Essigsäure, 75 % destilliertes Wasser) erzielt. Der Farbumschlag von Gelb nach Blau zeigt die Anwesenheit von Alkylammoniumverbindungen (künstliche Trocknung des Holzes nach der Imprägnierung mit AAC kann die Blaufärbung stark beeinträchtigen).[2]
Alternativ dazu ist die Verwendung zweier weiterer Indikatoren erprobt worden: Kobalt-Thiocyanat in 0,7%iger wässriger Lösung führt zu einem Farbumschlag von Rosa nach Türkis in AAC-haltigem Holz, der gelbe Bromkresolgrün/Chininsulfat-Indikator (4 x 10-3 M Bromkresolgrün und 2,5 x 10-4 M Chininsulfat in Ethanol) bewirkt in AAC-haltigem Holz ebenfalls einen türkisen Farbumschlag.[3]

Quelle:
[1] Langendorf, G. 1961
[2] Ruddick, J.N.R. 1981. Ruddick, J.N.R; Sam, A.R.H. 1982.
[3] Plackett, D.V. 1984

Diese Seite merken:


 ©  Altbausanierung | BaulexikonBaublogE-Mail | 5/2005  Baubiologie