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Nachweis von Pyrethroiden (Permethrin, Cypermethrin, Deltamethrin)im Holz

Es gibt kein einfaches Nachweisverfahren mittels chemischer Reaktionen, wie es sie für anorganische Schutzmittel gibt. Man ist auf die apparativ aufwendigeren Methoden angewiesen, die sich auch für die quantitative Analyse eignen.

Permethrin Struckturformel

Wegen der großen Bedeutung der Pyrethroide im chemischen Holzschutz sei hier eine Nachweismöglichkeit mit Hilfe der Dünnschichtchromatographie (DC) beschrieben. Die DC ist das vergleichsweise einfachste Verfahren, wenn sie, allein angewandt, auch nicht mehr ganz dem Stand der Technik entspricht. [1] Nach dem Herauslösen aus dem Holz mit geeigneten Lösemitteln erfolgt die Dünnschichtchromatographie an Kieselgelschichten, die mit einer Konzentrierungszone versehen sind (zum Beispiel HPTLC-Fertigplatten Kieselgel 60, Merck). Als Fließmittel eignet sich neben Kohlenwasserstoff/Ketongemischen besonders Tetrachlorkohlenstoff bei Zweifach-Chromatographie. Zum Sichtbarmachen der Substanzen auf dem Chromatogramm dient eine 1 %ige wässrige Lösung von Kaliumpermanganat als Sprühreagenz. Vor dem Sprühen empfiehlt sich eine halbstündige Bestrahlung mit ungefiltertem UV-Licht zur Erhöhung der Nachweisempfindlichkeit. Die hRfWerte (Fließmittel Tetrachlorkohlenstoff, Zweifach-Chromatographie) betragen für Permethrin (cis) 34, Permethrin (trans) 50, Cypermethrin (cis) 14, Cypermethrin (trans) 20 und für Deltamethrin 17. [2]

Darüber hinaus eignen sich selbstverständlich die bekannten Methoden der quantitativen Analyse wie Gaschromatographie, Gas-Flüssigchromatographie und Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie.

Gesundheitliche Aspekte: Die in den 80er Jahren als naturnah und harmlos gepriesenen Pyrethroide wirken auch auf den Menschen als starke Nervengifte (Nerven- und Immunsystem). Das Pestizid führt zu einer Hautallergie (Epicutantest) und später zur Autoimmunerkrankung. [3]

Quelle:
[1] Petrowitz, H.-J. 1989
[2] Petrowitz, H.-J.; Wagner, M. 1987
[3] Daunderer, Max; Gifte im Alltag, Beck`sche Reihe 1999, S. 151

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