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Baustoffkennwerte
Baulexikon


Nachweis von Bor im Holz

Das Vorhandensein von Bor im Holz, als reines Borpräparat oder als Bestandteil von CKB-Salzen oder Kupfer-HDO-haltigen Schutzmitteln - kann durch mehrere Varianten eines Verfahrens erfolgen, welches auf einer Reaktion von Curcuma beruht.

Eine Möglichkeit besteht darin, mit einem alkoholischen Extrakt aus Curcumawurzeln (Rhizoma Curcumae) zu arbeiten. Es werden 2 Lösungen A und B benötigt.
Für Lösung A werden 80 ml Alkohol mit Salizylsäure gesättigt und 20 ml 36%ige Salzsäure zugesetzt.
Lösung B entsteht, indem man 10 g Curcumapulver im Soxleth-Extraktionsgerät mit 100 ml Alkohol rund 8 Stunden lang extrahiert.
Das zu prüfende Holz muss trocken sein (sonst ergibt sich ein zu schwacher Farbumschlag). Zunächst wird Lösung A aufgebracht; ist diese eingezogen, folgt das Besprühen mit Lösung B. Die Farbreaktion des borhaltigen Holzes - ab rund 2 bis 4 kg H3B03 pro m3 Holz - erfolgt nach rund 40 Minuten: Umfärbung von Gelb nach Rot.[1]

Auf gleicher Basis erfolgen leicht modifizierte Arbeitsweisen. Auf die zu prüfende glatte Holzoberfläche sind 2 Tropfen einer 2%igen Lösung von Curcumin (Bis-(4-oxy-3-methoxy-cinnamoyl)-methan, der Hauptinhaltsstoff der Curcumawurzel) in Alkohol zu geben. Nach einigen Minuten tropft man 2 Tropfen von einer mit Salizylsäure gesättigten Lösung von 80 ml 95%igem Alkohol auf, der 20 ml 30%ige Salzsäure zugefügt wurden. In 2 bis 5 Minuten entwickelt sich ein Farbfleck, dessen Tönung von schwach Rotbraun auf ein Gehalt von rund 0,1%, von Hellrot auf rund 0,2% und von Dunkelkastanienbraun auf rund 0,8% Borsäureäquivalente schließen läßt.[2] Ebenfalls auf einer Curcumin-Reaktion basiert eine Methode, bei der ein Reagenz von 0,25 g Curcumin, 10 ml konzentrierte Salzsäure und 10 g Salizylsäure in 100 ml Ethanol auf trockenes Holz gesprüht wird. Ein allmählicher roter Farbumschlag kennzeichnet die borhaltige - mindestens rund 0,2 % Borsäure-Äquivalente - Holzzone, während unbehandeltes Holz blassgelb bleibt.[3]

Weitere Eigenschaften von Borsäure und ihre Verbindungen

Quelle;
[1] Theden, G.; Kottlors, Chr. 1965
[2] McMullen, M.JK. 1953 (zitiert in Theden, G.; Kottlors, Chr. 1965)
[3] Princes Risborough Laboratary 1980

Autor:
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.

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