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Nachweis von Steinkohlenteer im Holz

Ein qualitativer Nachweis von Steinkohlenteer (Karbolineum) ist wegen des typischen Eigengeruchs des Schutzmittels und der braunen bis braunschwarzen Färbung des imprägnierten Holzes einfach. Hier sind keine Reagenzien vonnöten, es genügt der bloße Augenschein, um das Vorhandensein von Steinkohlenteerölen festzustellen. Gelegentlich tritt bei erhöhten Temperaturen oder direkter Sonnenbestrahlung eine zähflüssige schwarze Masse aus dem imprägnierten Holz ("Ausschwitzen" von Teerölbestandteilen), die ein sicheres Indiz für die Anwesenheit von Steinkohlenteerölen ist.[1]

Holzteere entstehen bei der Herstellung von Holzkohle durch Pyrolyse von Holz. Hierzulande wird besonders oft Buchenholz dafür verwendet; es gibt aber auch Holzteere aus Nadelhölzern.
Verwendet wird Holzteer vor allem in Holz schützenden Außenanstrichen der Naturfarbenhersteller.
Die Endprodukte der Holzpyrolyse (auch Holzverkohlung oder Holzdestillation genannt) sind Holzkohle und Roh-Holzessig, eine wässrige Lösung mit ca. 12% Essigsäure, 3% Holzgeist und 10% Holzteer als Inhaltsstoffen.
Die Essigsäure wird durch Destillation und Extraktion zu Holzessig.
Holzgeist nennt man ein Gemisch, das zum größten Teil aus Methanol und geringeren Mengen Aceton und Methylacetat besteht. Wie alle Pyrolyseprodukte steht auch Holzteer zumindest im begründeten Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial. [2]

Quelle:
[1] Leiße, Bernhard 1992
[2] Kur, Friedrich; Wohngifte, Handbuch für gesundes Bauen und Einrichtungen, 3. Aufl. Verlag Eichborn, 1993, S. 542

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