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Nachweis von Magnesiumchlorid MgCl2

Magnesiumchlorid ist stark hygroskopisch, kristallisiert als Hexahydrat, MgCl2 . 6 H20, besser [Mg(H2O)6]Cl2, was bedeutet, dass die Wassermoleküle sehr fest gebunden sind.

Wässrige Lösungen aus Magnesiumchlorid MgCl2 und Magnesia MgO dienen zur Herstellung von Magnesiaestrich (Steinholz oder Steinholzestrich), der aus einer Unterschicht und einer Nutzschicht besteht. Dieser darf keiner dauernden Feuchtigkeitsbeanspruchung ausgesetzt werden, da das MgCl2 wieder in Lösung übergeht und der Estrich nicht ausreichend fest oder wieder weich wird. Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass die MgCl2-Lösung nicht in die Wände zieht und dort nasse Flecken verursacht. Auf Stahlbetondecken ist wegen der Rostgefahr ein Magnesiastrich nicht zulässig.

Kommen magnesiumhaltige Wässer mit Betonoberflächen in Berührung, wie zum Beispiel Magnesiumlauge zur Schnee- und Eisbeseitigung auf Betonstraßen, so kommt es zur Volumenvergrößerung mit Treiberscheinungen.

MgSO4 + Ca(OH)2 + 2H2O --> CaSO4 * 2H2O + Mg(OH)2

(Wegen der Gipsbildung wird dies auch Sulfattreiben bezeichnet.)

Wirkt MgCl2 ein, so entsteht ein voluminöses Magnesiumhydroxidchloridhydrat Mg2(OH)3Cl * 4H2O und Mg(OH)2 (Magnesiatreiben).

Nachweis von Magnesium
Mg2+ bildet einen weißen, kristallinen Niederschlag von Magnesiumammoniumphosphat:
Mg2+ + HPO42- + NH4+ + OH- + 5H2O <---> Mg(NH4)PO4 . 6H2O↓

Da aber viele andere Metalle, wie Calcium, Strontium, Barium und Schwermetalle, auch Fällungen mit Phospat geben, müssen sie sämtlich vorher entfernt werden.

Quellen:
Weinmann, Kurt; Hösle, Richard; Handbuch Bautenschutz Bd 2, Bauphysik und Bauchemie, expert Verlag 1992, S.48
Jander, Gerhard; Blasius, Ewald; Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, S. Hinzel Verlag Leipzig 1965 S.193
Schlüßler, Karl-Heinz; Mcedlov-Petrosjan, Ota Petrovich; Der Baustoff Beton, Grundlagen der Strukturbildung und der Technologie, 1990 Verlag für das Bauwesen Berlin, S. 81
Scholz, Wilhelm; Baustoffkenntnis, Werner-Verlag 13. Aufl. 1995, S.369
Eigene Aufzeichnungen

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