ib-rauch.de verwendet Cookies von Google und facebook. Weiter Informationen.

Bauratgeber  Immobilien | Holzbau | Konstruktion | Baubiologie | Wohnklima | Baulexikon | Ratgeber Bauherrn - BücherImpressum

Was leisten Immobilienportale?

Im Stadtzentrum von Danzig
Im Stadtzentrum der alten
Hansestadt Danzig (Polen)

Über die verschiedenen Immobilienportale, die im Internet ihre Dienste anbieten, können Mieter und Eigenheimbesitzer Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen. Die Portale bringen auf ihren Seiten Eigentümer und Immobiliensuchende zusammen.

Zu den bedeutenden Immobilienportalen zählen

  1. ImmobilienScout24
  2. Immonet
  3. Immowelt
  4. wunschgrundstück.de
  5. myimmo.de

ImmobilienScout24 ist der Marktführer

Der größte deutsche Anbieter ist ImmobilienScout24. Verantwortlich für das Portal ist die Immobilien Scout GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist Teil der Scout24-Gruppe, deren bekanntesten Anzeigenportale ImmobilienScout24, AutoScout24 und FinanceScout24 sind. Von 2007 bis 2014 war die Deutsche Telekom AG die alleinige Gesellschafterin der Scout24-Gruppe, bis 70 % der Anteile an den amerikanischen Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft wurden. Auf der Seite www.immobilienscout24.de können sowohl private als auch gewerbliche Immobilien angeboten werden. Nach Aussage des Unternehmens befinden sich mehr als eine halbe Million Immobilienangebote auf der Homepage von ImmobilienScout24, die von rund 12 Millionen Besuchern monatlich angeboten oder gesucht werden. Dabei werden sie von mehr als 500 Mitarbeitern des Portals unterstützt.

Die Wohnungssuchenden können nicht nur nach Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen suchen, sondern auch nach:

Die Registrierung als Anbieter oder Suchender ist kostenlos. Einen zusammenfassenden Überblick der Leistungen des Anbieters Immoscout gibt es auf www.bauzinsen.com/immoscout. Immobilienbesitzer können eine kostenpflichtige Anzeige schalten, wenn sie einen Mieter oder einen Käufer suchen. Die Preise sind gestaffelt nach der gewählten Rubrik und nach der gewünschten Laufzeit. Für Immobiliensuchende stehen sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote bereit.

Fusion von Immonet und Immowelt.

Im April 2014 genehmigte das Bundeskartellamt die Fusion der beiden Immobilienvermittler Immonet und Immowelt. Das Portal Immonet gehört dem Berliner Medienkonzern Axel Springer, der 55 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen besitzt, während Anteile in Höhe von 45 % bei Immowelt verbleiben. Die beiden Standorte in Hamburg und Nürnberg bleiben bestehen, ebenso wie die beiden Internetseiten www.immonet.de und www.immowelt.de.

Unter www.wunschgrundstück.de finden Interessenten ein Portal für Bauland und für bereits bestehende Immobilien. Betreiber der Seite ist die Wunschgrundstück GmbH mit Sitz im hessischen Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Besucher der Seite finden eine umfangreiche Datenbank für Bauplätze, Neubaugebiete, Häuser, Wohnungen und Gewerbeimmobilien von privaten und gewerblichen Anbietern sowie von Kommunen vor.

Auch auf der Plattform www.myimmo.de der Unister GmbH aus Leipzig können gewerbliche und private Anbieter Ihre Immobilien deutschlandweit vermieten oder verkaufen. Wie bei den anderen Anbietern muss zur Eingabe einer Immobilie keine spezielle Software genutzt werden. Die Eingabemasken der Immobilienportale ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Eingabe aller relevanten Daten sowie das Hinzufügen von Fotos, Grundrissen, Videos und Exposés.

Die Anzahl der Fotos pro Inserat ist bei allen Anbietern auf eine Höchstzahl beschränkt. Während bei myimmo.de lediglich 15 Fotos hinzugefügt werden können, bietet Immonet Platz für 25 Fotos plus zwei Videos, zehn Grundrisse und fünf PDF- Dokumente. Bei Wunschgrundstück.de sind 30 Fotos erlaubt, bei Immowelt ist die Anzahl auf 99 beschränkt und der Marktführer ImmobilienScout24 ermöglicht das Hinzufügen von bis zu 150 Bildern, Grundrissen und sonstigen Dokumenten.

Qualitätsurteil nur bei einigen Immobilienportalen "gut"

Ob die Immobilienportale immer halten, was sie versprechen, darum streiten Verbraucherschützer. Offenbar bestehen signifikante Unterschiede im Angebot und dem Service. In einer 2014 durchgeführten Studie zum Preis- Leistungsverhältnis der großen Immobilienportale kommt das Deutsche Institut für Service Qualität zu einem wenig schmeichelhaften Urteil und spricht von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Im Gesamturteil kommen nur ImmobilienScout24, Immonet und Immowelt auf das Qualitätsurteil "gut".

Diesen Service bieten Immobilienportale an

Die Angebote der verschiedenen Immobilienportale sind einander sehr ähnlich. Private und gewerbliche Mieter, Vermieter, Käufer und Verkäufer finden passende Bereiche, um Immobilien anzubieten oder zu suchen. Eine gezielte Suche nach einer Postleitzahl oder nach Angeboten in einer bestimmten Stadt ist bei allen Portalen ebenfalls möglich. Immobiliensuchende können auch eine Suchanfrage stellen und darauf warten, dass sich Vermieter oder Eigenheimbesitzer bei ihnen melden. Dazu müssen sich die Anwender zunächst auf den Portalen registrieren und einige persönliche Daten angeben. Die Registrierung ist kostenlos, während Suchanfragen bei einigen Anbietern mit Kosten verbunden sind.

Darüber hinaus bieten die meisten Immobilienportale weitere Informationen und Dienstleistungen an:

Worauf Nutzer achten müssen

Die Gebühren der verschiedenen Portale fallen sehr unterschiedlich aus. Viele Zusatzleistungen, die ein Angebot attraktiver machen, kosten extra. Wer ein Haus oder eine Wohnung im ländlichen Raum sucht, wird über die großen Portale meist nicht fündig, sondern sollte auf ein regionales Immobilienportal oder auf einen Makler vor Ort ausweichen. Für Auslandsimmobilien empfehlen sich spezielle Portale, die sich auf ein bestimmtes Land oder auf internationale Immobilien spezialisiert haben.

 ©  Bauratgeber | IndexInhaltSuchenBücher für den Bauherrn |  E-Mail  3/2013