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Was sind biologische Holzschutzmittel?

Unbekannte Gasgemische, die zum Beispiel aus den behandelten Hölzern ausgasen können, sind in Ihrer Wirkung auf die Gesundheit des Menschen und des Haustiers unbekannt. Da Langzeittest nicht vorliegen und jeder Mensch anders auf die Schadstoffgemische reagiert. Das hängt vom Alter, Geschlecht, Körpergröße, Immunsystem und vielen anderen Faktoren ab.

Um diese Problematik nur ganz kurz darzustellen. In dem Haus A liegt eine sehr geringe Formaldehydbelastung vor. Die für sich in diesem Fall keine Bedeutung hat. Jetzt kommen noch eine sehr gering Menge an Fungizid durch das eingebrachte Holzschutzmittel und geringe Mengen an Lösungsmittel durch den WC-Reiniger hinzu. Die Bewohner sind krankenhausreif, da sich diese Alltagsgifte durch ihre Wechselwirkung gegenseitig verstärken. (Vergleiche in [1]). Davon abgesehen, dass das Haus nicht mehr bewohnbar ist und ein Bestandteil des kontaminierten Müllbergs wird. Beim Haus B hat der Eigentümer viel großzügiger das gleiche im Baumarkt angepriesene Holzschutzmittel verarbeitet. Die Schadstoffkonzentration ist wesentlich höher als im Haus A und die Bewohner fühlen sich wie das blühende Leben, da die o. g. Wechselwirkung der Stoffgemische vollständig anders wirkt.

Wo erhält man die Bio-Holzschutzmittel? Man braucht nur durch einen Baumarkt laufen. Ökologische oder auch biologische Fungizide und welche anderen Namen man sich verkaufsfördernd ausdenkt. Biologische Holzschutzmittel sind zweifelhaft und bedürfen einer genauen Bewertung, da diese keine beziehungsweise nur wenige Wirkstoffe zur Verhinderung eines Befalls oder Bekämpfung von Holz zerstörenden Pilze oder Holz verfärbenden Organismen beinhalten. Natürliche Wirkstoffe müssen nicht unbedingt weniger gesundheitsbedenklich sein. In vielen Fällen sind diese Produkte eher als Holzanstrichstoffe einzuordnen und somit kann man auf diese auch verzichten und eine wasserlösliche Lasur oder Bienenwachs auftragen.

Giftigkeit ist keine Stoffeigenschaft, sondern eine Stoffwirkung. Die Dosis (aufgenommen Menge pro Zeiteinheit) bestimmt wesentlich den Grad der Giftwirkung. [2] Fungizide* und Insektizide* müssen giftig sein, sonst wirken sie nicht. Damit ist der Begriff biologische Holzschutzmittel unsinnig. Es sei denn, es kommen andere Wirkungsarten zum Tragen, wo vollständig auf Fungizide und Insektizide verzichtet wird. Eins wird weiter unten kurz vorgestellt.
Die überwiegende Anzahl der Holzschutzmittel sind Gifte, die nicht vor der Gesundheit des Menschen und der Tiere haltmachen. Zukünftig werden Gebäude mit Baumängeln bewertet, in denen Holzschutzmittel zum Einsatz gebracht wurden, obwohl durch konstruktive Maßnahmen dies nicht notwendig wäre.
(Als Ergänzung der Beitrag "Baustoffe - ihre Verwendung und Eigenschaften".)

* siehe Baulexikon Biologie

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